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Ferrari wehrt sich – weitere Sponsoren springen von Armstrong ab

Michele Ferrari, der umstrittene Sportmediziner und ehemalige Arzt von Lance Armstrong, weist sämtliche Dopingvorwürfe zurück. Und: Weitere Sponsoren kehren Armstrong den Rücken zu.

Beschuldigt: Michele Ferrari wehrt sich gegen die Doping-Vorwürfe der Usada.
Beschuldigt: Michele Ferrari wehrt sich gegen die Doping-Vorwürfe der Usada.
Keystone

Michele Ferrari wies nicht nur die Dopingvorwürfe der US-Antidoping-Agentur Usada zurück, sondern zweifelte auch die Glaubwürdigkeit der aufgeführten Zeugen an. «Die falschen Behauptungen gegen mich beruhen ausnahmslos auf Augenzeugenberichten, bei denen nie eine dritte Person anwesend war», schrieb der Arzt auf seiner Website. Gleichzeitig spekulierte der Italiener über eine «Verschwörung» der Usada.

Ferrari wird in der Radsportszene schon seit Jahren «Dottore Epo» genannt. Der Italiener soll gemäss den Informationen der Usada stark im Dopingsystem um Armstrong involviert gewesen sein. Der höchst umstrittene Mediziner wurde schon mehrere Male in seiner Heimat angeklagt, weil er mit illegalen Pharmazeutika handelte. Armstrong verheimlichte lange seine Verbindung zu Ferrari, ehe eine Recherche der «Sunday Times» die Wahrheit ans Licht brachte.

Weitere Sponsoren ziehen sich zurück

Nach dem Sportartikelkonzern Nike und einer Brauerei haben auch der Fahrradhersteller Trek sowie eine Fitnessstudiokette ihre Verträge mit dem ehemaligen US-Radstar beendet. «Trek ist enttäuscht von den Erkenntnissen des Usada-Berichts über Lance Armstrong», teilte das Unternehmen mit. Die Fitnesskette schrieb auf der firmeneigenen Facebook-Seite, die jüngsten Beweise um die Dopingvergangenheit des Texaners seien mit den Werten des Unternehmens nicht in Einklang zu bringen.

Derzeit überprüft auch der Sonnenbrillenhersteller Oakley seinen Sponsorenvertrag mit dem 41-jährigen Armstrong.

si/fal

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