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Flückiger wäre Wildcard peinlich

In Oberried ermitteln am Samstag die Cracks den Weltmeister im Pumptrack. Mountainbiker Mathias Flückiger schied am Freitag aus, dafür überstand der 16-jährige Levin Grünig die Qualifikation.

Mathias Flückiger machte eine gute Figur auf der neuen Pumptrack-Anlage in Oberried.
Mathias Flückiger machte eine gute Figur auf der neuen Pumptrack-Anlage in Oberried.
Franziska Rothenbühler

Der Heimvorteil hat nicht gereicht. Mathias Flückiger kennt die neue Pumptrack-Anlage auf dem Gelände von Thomas Binggeli bestens, schliesslich fährt er im Mountainbike für das Team Thömus und ist öfters in Oberried.

«Ich habe ein paarmal hier trainiert», gesteht der Oberaargauer. Am Freitag erhielt Flückiger die letzte Chance, sich für die Pumptrack-Weltmeisterschaft am Samstag zu qualifizieren. Um dabei zu sein, hätte der Mountainbike-Vizeweltmeister die Top 4 unter den 36 Teilnehmern erreichen müssen.

Weltweit waren 25 Qualifikationswettkämpfe ausgetragen worden. Jeweils die ersten vier Männer und Frauen erfüllten die WM-Limite. Dadurch wären am Samstag 100 Athleten pro Geschlecht startberechtigt, allerdings wird nur gut die Hälfte aller Qualifizierten in Oberried sein.

Flückiger verpasste die Teilnahme. «Das war schon im Voraus klar», meint der Lokalmatador. Was nicht stimmt. Denn zuerst war damit geliebäugelt worden, ihn mit einer Wildcard auszustatten. «Zum Glück habe ich keine erhalten, das wäre peinlich. Ich wäre chancenlos.»

Er trainiere höchstens einmal pro Jahr auf einer Pumptrack-Anlage. «Die Grundlagen beherrsche ich schon. Aber im Cross-Country benötige ich eine Kombination aus Technik und Treten, hier wird nicht getreten.» Chancenlos war Flückiger trotzdem nicht, für ihn resultierte der beachtliche 17. Rang.

Die Topplätze belegten allesamt BMX-Fahrer. «Für mich ist es absolut eindrücklich, wie sie in einer Welle oder Kurve Speed generieren können», sagte Flückiger staunend. Seine Erklärung dafür: «Diese Jungs haben ihre Jugend auf solchen Anlagen verbracht, ich verbrachte meine auf Trails», sagt der 31-Jährige.

Grünig überrascht

Einer der Jungen ist Levin Grünig. Der 16-jährige Zimmermannlehrling aus Forst-Längenbühl fährt seit elf Jahren BMX und schaffte am Freitag als Zweiter die Qualifikation. «Ich hatte mir keine Hoffnungen gemacht; dass es nun gereicht hat, überrascht mich positiv», freut sich Grünig.

Als Zuschauerin war am Freitag auch Emilie Siegenthaler anwesend. Das Schweizer Downhill-Aushängeschild hat eine Teilnahme nie in Betracht gezogen. «Ich trainiere zwar auf Pumptracks, aber ein solcher Wettkampf ist dann definitiv keine Jekami-Veranstaltung. Wer hier startet, muss mental top sein. Ich fühle mich dagegen nach der langen Saison müde.»

Von Niederhäusern fit

Ebenfalls noch als Zuschauerin vor Ort war Christa von Niederhäusern. Sie wird am Samstag eingreifen. Als Titelverteidigerin ist die Wattenwilerin wie bei den Männern David Graf (Winterthur) direkt für den Finalevent gesetzt.

Die BMX-EM und -WM hatte die Medizinstudentin dieses Jahr wegen einer Schulterluxation noch verpasst. «Jetzt bin ich gesund und möchte diesen Titel verteidigen», sagt von Niederhäusern. Trotz dem Druck sei sie mental bereit und freue sich auf den neuen, sehr anspruchsvollen und anstrengenden Kurs.

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