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Küng – und viel Mittelmass

Der Slowene Simon Spilak triumphiert an der Tour de Suisse zum zweiten Mal in der Gesamtwertung. Stefan Küngs Tag in Gelb ausgeklammert, bleiben die Einheimischen ohne Erfolgserlebnis.

Rohan Dennis vor Stefan Küng: Das Verdikt im abschliessenden Tour-de-Suisse-Zeitfahren in Schaffhausen entspricht jenem des Prologs in Cham. Der Australier war erneut eine Klasse für sich. Auf der 28,6 Kilometer langen Strecke distanzierte er den Thurgauer um 29 Sekunden. Damiano Caruso, in der Gesamtwertung hinter dem Slowenen Simon Spilak Zweiter, machte mit Platz 3 (0:47 zurück) den Dreifachtriumph des amerikanisch-schweizerischen BMC-Teams perfekt. Spilak liess wie erwartet nichts anbrennen und sich wie vor zwei Jahren als Gesamtsieger feiern.

Die Enttäuschung hielt sich bei Küng in Grenzen. «Rohan ist im Moment einer der besten, wenn nicht der beste Zeitfahrer auf der Welt.» Die 23-jährige Schweizer Radsporthoffnung darf mit seiner ersten Tour de Suisse trotzdem zufrieden sein. «Ich habe jeden Tag genossen», hielt er fest, um nachzuschieben, dass vor allem der Tag im Gelben Trikot «unvergesslich» sei.

Frank chancenlos

In zwei Wochen startet die Tour de France, voraussichtlich mit Küng, sicher ohne Dennis. Entsprechend viel nimmt sich Küng für den Prolog in Düsseldorf vor. Nach seinen zweiten Rängen an der Heimrundfahrt gehört der Ostschweizer in Frankreich zu den Anwärtern auf den Tagessieg. Küngs Podestklassierungen und der Tag im Leadertrikot gehörten aus einheimischer Sicht zu den wenigen Höhepunkten der 81. Schweizer Landesrundfahrt. Die anderen Highlights lieferte mit Michael Albasini ein anderer Thurgauer. Dreimal sprintete er in die Top 5, mit dem zweiten Rang hinter Weltmeister Peter Sagan in Cevio als Bestergebnis.

Während der neun Renntage schaffte es nie einer der neun Schweizer in eine Fluchtgruppe. In der neu geschaffenen Wertung «Fou pédalant» (am meisten Fluchtkilometer) zu Ehren der verstorbenen Legende Ferdy Kübler tauchte kein Schweizer auf. Das mag zu denken geben – trotz der Verpflichtungen als Helfer, mit denen sie sich ausser Albasini und Mathias Frank in ihren Teams konfrontiert sahen.

Frank musste seinen Traum vom Gesamtsieg um mindestens ein Jahr verschieben. Der Luzerner verlor am letzten Tag noch einen Platz und beendete die Rundfahrt schliesslich als bester Schweizer im siebten Rang, mit einem Rückstand von exakt vier Minuten auf Spilak. «Ich hatte mir mehr erhofft», hatte Frank bereits am Freitag in Sölden bilanziert. Auf dem Weg nach Österreich hatte er seine letzten Chancen auf ein Spitzenergebnis vergeben.

Aber auch in den Tagen zuvor hatte er nach fast jeder Etappe geklagt, nicht über die besten Beine verfügt zu haben. Die Nasennebenhöhlenentzündung, die er sich zwei Wochen vor dem Start zur Tour de Suisse zugezogen hatte, behinderte ihn offensichtlich stärker als ange­nommen.

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