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Schweiz holt Silber und Bronze an Pumptrack-WM

Nadine Aeberhard hat an der Weltmeisterschaft in Oberried Silber gewonnen. Christa von Niederhäusern holte die Bronzemedaille.

Die Amerikanerin Payton Ridenour gewinnt vor Nadine Aeberhard (l.) und Christa von Niederhäusern Gold.
Die Amerikanerin Payton Ridenour gewinnt vor Nadine Aeberhard (l.) und Christa von Niederhäusern Gold.
Marcel Bieri
«Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Ich wäre gerne im grossen FInal gestanden», meinte von Christa von Niederhäusern
«Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Ich wäre gerne im grossen FInal gestanden», meinte von Christa von Niederhäusern
Marcel Bieri
Bei den Männern sicherte sich Tristan Borel hinter dem Amerikaner Tommy Zula Silber.
Bei den Männern sicherte sich Tristan Borel hinter dem Amerikaner Tommy Zula Silber.
Marcel Bieri
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An der zweiten Pumptrack-Weltmeisterschaft strebte Christa von Niederhäusern die Titelverteidigung an. Die 21-jährige Wattenwilerin gewann vor einem Jahr in Arkansas (USA) Gold bei der Premiere. Auch in Oberried war die BMX-Spezialistin auf Titelkurs. Nur im Halbfinal gelang ihr kein optimaler Lauf. «Ein bisschen enttäuscht bin ich schon. Ich wäre gerne im grossen Final gestanden», meint von Niederhäusern, die bei ihrem Bronze-Run mit 31,79 Sekunden die klar schnellste Laufzeit des Tages bei den Frauen realisierte.

«Dass ich als einzige Frau unter 32 Sekunden geblieben bin, ist mein kleiner, persönlicher Triumph», sagt von Niederhäusern und betonte gleichzeitig, dass sie mit ihrer zweiten WM-Medaille trotzdem sehr glücklich sei. Denn der Druck war gross gewesen bei der Lokalmatadorin. «Diesen habe ich mir jedoch ganz alleine auferlegt», sagt von Niederhäusern. Trotz der verpassten Titelverteidigung sei sie mega happy. «Das war wirklich ein cooler Anlass. Vor so vielen Leuten zu fahren, die mich angefeuert haben, machte extrem Spass.»

Aeberhard überzeugt

Das bestätigte auch ihre Teamkollegin vom BMX-Club Blumenstein. «Bei jedem Run habe ich die Anfeuerungsrufe gehört», erzählt Nadine Aeberhard. Die 17-Jährige aus dem bernischen Rapperswil gewann hinter der Amerikanerin Payton Ridenour Silber. «Die Farbe passt», sagt Aeberhard zur Medaille. «Das ist mehr, als ich mir erhofft hatte, ein Traum ist wahr geworden.» Da die meisten Bahnen kürzer und flacher seien als in Oberried, habe ihr gegen Ende immer mehr die Kraft gefehlt.

Deshalb wurmt sie auch keineswegs, dass es nicht zu Gold gereicht hat. Solche Auszeichnungen hat sie indes schon. Aeberhard hat im BMX die WM-Titel in der Kategorie der 15- und 16-Jährigen gewonnen. «Egal in welcher Disziplin, eine Medaille um den Hals fühlt sich immer mega cool an», hält die Absolventin des Sportler-KV auf der Gemeinde Lyss fest.

Glück und Pech

Bei den Männern gewann Tristan Borel hinter dem Amerikaner Tommy Zula Silber. Der Westschweizer rundete damit die starke Bilanz der Schweizer ab. Titelverteidiger David Graf aus Winterthur verpasste den Einzug in die Top 8. Bereits eine Runde vorher war Levin Grünig ausgeschieden. Der Zimmermannlehrling aus Forst-Längenbühl hatte sich erst am Vortag für den Finalevent qualifiziert und verfehlte die Top 16 nur knapp.

Während der 16-jährige Nachwuchsfahrer mit den Titelkämpfen dennoch zufrieden sein durfte, hatte sein Götti Renato Rufener weniger Glück. Der 30-jährige Steffisburger stürzte während seines ersten Laufs und musste mit einer Schulterverletzung ins Spital. Mit Nils von Niederhäusern und Loris Aeberhard wären noch zwei weitere Berner qualifiziert gewesen. Doch den Bruder von Christa stoppte eine Verletzung, und Nadines Bruder weilte bereits in den lange vorher geplanten Ferien in Amerika.

Nur ein Mountainbiker

Offensichtlich war an der WM, dass die BMX-Fahrer mit ihren kleineren Velos gegenüber den Mountainbikern beim gemeinsamen Wettbewerb im Vorteil waren. An dieser Tatsache ändert auch nichts, dass der Sieger bei den Männern mit den grösseren 26-Zoll-Rädern unterwegs war und ein Mountainbiker ist, denn Tommy Zula war zuvor während Jahren als BMX-Fahrer unterwegs gewesen.

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