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Sutton überraschte die Sprinter-Elite

Der Australier Chris Sutton schlug den etablierten Sprintern ein Schnippchen und gewann die zweite Etappe der Vuelta.

«Ein Traum wurde wahr» für Chris Sutton: Der Australier gewann die 2. Etappe der Vuelta 2011.
«Ein Traum wurde wahr» für Chris Sutton: Der Australier gewann die 2. Etappe der Vuelta 2011.
Keystone

Am Samstag hatte das Team Sky in Benidorm im Mannschaftszeitfahren mit Platz 20 zu den grossen Verlierern gehört, gestern bescherte der Australier Chris Sutton der britischen Sportgruppe einen eher unerwarteten Tageserfolg. Der 27-Jährige gewann die Flachetappe entlang der spanischen Mittelmeerküste von La Nucia nach Playas de Orihuela vor dem Spanier Vicente Reynes und dem Deutschen Marcel Kittel. Sutton überraschte seine Konkurrenten mit einem fulminanten Antritt wenige hundert Meter vor der Ziellinie und liess Sprint-Asse wie Tyler Farrar (USA/4.), Daniele Bennati (It/6.) oder Alessandro Petacchi (It/13.) leer ausgehen.

«Mit dem Gewinn einer Etappe an einer grossen Rundfahrt wurde ein Traum für mich wahr. Die ganze Mannschaft hat mir geholfen, ich fühle mich ausgezeichnet», sagte Sutton. Derweil der Australier den grössten Erfolg seiner Karriere feiern durfte, jubelte sein Rennstall Sky gestern über den zweiten bedeutenden Sieg innerhalb einer Stunde, da der Norweger Edvald Boasson Hagen zuvor in Hamburg die Cyclassics für sich entschieden hatte.

Doppelführung für Leopard-Trek

Nach nur einem Tag musste Jakob Fuglsang das rote Trikot des Gesamtführenden abgeben. Für den Dänen war dies jedoch zu verschmerzen, da der neue zeitgleiche Leader Bennati ein Teamkollege bei Leopard-Trek ist. Ihre Topklassierung im Gesamtklassement verdanken Bennati und Fuglsang dem Triumph ihrer Equipe im Mannschaftszeitfahren.

Zum Auftakt der 66. Rundfahrt durch Spanien gewann Leopard-Trek die Prüfung gegen die Uhr unter dem Tempodiktat von Fabian Cancellara mit vier Sekunden Vorsprung vor Liquigas mit Vorjahrestriumphator Vincenzo Nibali (It). Den Grundstein zum Erfolg in Benidorm an der Costa Blanca legten Cancellara und seine Teamgefährten mit einer glänzenden Leistung im flachen zweiten Abschnitt des 13,5 km langen Parcours. Nach 7 km hatte Liquigas noch eine Sekunde vor Leopard-Trek gelegen.

Zu den Geschlagenen aus den Reihen der Mitfavoriten für den Gesamtsieg gehörten am Wochenende der zweifache Vuelta-Sieger Denis Mentschow (Russ), dessen Geox-Teamkollege Carlos Sastre (Sp) sowie der Brite Bradley Wiggins. Sie verloren auf den meist genannten Favoriten Nibali schon 39 bis 51 Sekunden.

Noch eine Chance für Sprinter

Die dritte Etappe der Vuelta a España führt heute über 163 km von Petrer nach Totana und sollte den Sprinter abermals die Möglichkeit geben, den Tagessieg unter sich auszumachen. Bereits am Dienstag steht die erste Bergetappe mit Ziel in der Sierra Nevada im Programm.

si/ot

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