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Anderes Spiel, gleicher Sieger

Huttwil hat auch das zweite Viertelfinalspiel in Thun 4:0 gewonnen und kann am Samstag in die Halbfinals einziehen.

Matthias Seematter (Huttwil, rechts) stoppt den Thuner Fabian Boss.
Matthias Seematter (Huttwil, rechts) stoppt den Thuner Fabian Boss.
Markus Grunder

Der EHC Thun hatte aus dem Verlauf des ersten Playoff-Viertelfinalspiels in Huttwil seine Lehren gezogen. Bei der 1:6-Niederlage versuchten die Oberländer, den Gegner mit Härte aus dem Konzept zu bringen. In den Startminuten kassierten sie dadurch einige Strafen, die die Oberaargauer zu einer frühen 3:1-Führung ausnutzten.

Im gestrigen Heimspiel fuhr Thun den Körpereinsatz auf ein wesentlich geringer Mass hinunter und versuchte, mit spielerischen und taktischen Mitteln zum Erfolg zu kommen. Dies gelang zu Beginn dieses Spiels nicht einmal schlecht, die Gastgeber hatten anfänglich die besseren Chancen als die abwartend ins Spiel gehenden Oberaargauer. Und dennoch stellten die Gäste die Weichen früh auf Sieg.

Verteidiger Lukas Farner (15.) brachte Huttwil mit einem Weitschuss in Führung, und im Mitteldrittel wurde der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften klar ersichtlich, Huttwil gewann erneut deutlich, diesmal 4:0.

Effizientes Huttwil

Thun agierte keineswegs desolat, kam zu weiteren aussichtsreichen Gelegenheiten, traf aber nicht. So verpasste Yannick Gugelmann in der 29. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2. Zu jenem Zeitpunkt war der vierte Block der Huttwiler in Person von Janik Lanz bereits ein zweites Mal erfolgreich gewesen. Bei den Gastgebern hingegen existierte eine vierte Linie gar nicht, wegen Sperren, Verletzungen und militärbedinigter Abwesenheiten standen Trainer Christoph Schenk nur 16 Feldspieler zur Verfügung.

Nach Gugelmanns Chance erhöhten die Gäste kurzzeitig das Tempo, überforderten die Defensive der Thuner und entschieden das Spiel durch grosse Effizienz frühzeitig. Marco Blaser erzielte in der 30. und 32. Minute das 3:0 und 4:0. Bereits kurz nach der Hälfte der Partie bestand kein Zweifel mehr über den Ausgang; Huttwil ging in der best-of-5-Serie 2:0 in Führung und dürfte, falls es nicht noch eine grössere Überraschung absetzt, am Samstag im Campus Perspektiven den Einzug in den Halbfinal schaffen.

Der Rest der Partie hatte Erledigungscharakter. Beide Mannschaften hätten noch treffen können, taten dies aber nicht. Thun blieb so auch das kleinste Erfolgserlebnis in Form eines Tores verwehrt. Am Samstag dürfte sich die Personalsituation etwas besser präsentieren, die Oberländer bleiben aber klarer Ausenseiter.

Es bedarf einer grösseren Leistungssteigerung und eines Einbruchs des Favoriten aus dem Oberaargau, damit es in der Viertelfinalserie noch einmal spannend wird. Zu eindeutig sind die Kräfteverhältnisse zwischen den Berner Teams. Ohne an die Leistungsgrenze gehen zu müssen, dominiert Huttwil, die Differenz zwischen den Spitzenteams der Seiss Regio League und einem Mittelfeldclub wie dem EHC Thun ist in dieser Saison eindeutig grösser geworden.

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