Zum Hauptinhalt springen

Auch der Verlierer ist ein Sieger

Der FC Rothorn hat den Berner Cupfinal gegen Spiez 1:6 verloren, darf aber trotzdem zufrieden sein.

Rothorn hat den Berner Cupfinal verloren, aber dennoch eine starke Saison absolviert.
Rothorn hat den Berner Cupfinal verloren, aber dennoch eine starke Saison absolviert.
Marcel Bieri

Für Spiez-Trainer Peter Kobel sind der Aufstieg in die 2. Liga interregional und nun der Berner Cupsieg zwar schön und gut, als bedeutendsten Erfolg stuft er aber die Qualifikation für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups ein. Dies war auch vor neun Jahren bereits der Fall und bescherte als bisheriges Vereinshighlight ein Gastspiel der Young Boys – dass dieses vor 3650 Zuschauern schliesslich «standesgemäss» mit 0:7 verloren ging, vermochte den damaligen Freudentag kaum zu trüben.

Für die Brienzer dagegen kommt der Vorstoss in den «richtigen» Cup einer Premiere und dem absoluten Höhepunkt in der bisherigen Vereinsgeschichte gleich. Entsprechend wird bei beiden Clubs der Auslosung am 28. Juni entgegengefiebert – und beide nennen wenig überraschend die gleichen Wunschgegner: die Young Boys oder den FC Thun.

In 2. Liga etabliert

«Wir sind uns bewusst, dass wir auch viel Glück brauchen, um einen absoluten Topgegner zugelost zu erhalten», versucht Rothorn-Trainer Christian Lehmann die herrschende Euphorie etwas zu dämpfen, er habe zudem auch «keine Ahnung, mit wie vielen Besuchern wir zum Beispiel gegen einen der beiden Berner Super-League-Vertreter rechnen könnten».

Das Gastspiel eines namhaften Gegners wäre für ihn aber auch die Krönung einer erfreulichen Entwicklung seines Clubs. «Denn selbst wenn wir jeweils primär gegen die Relegation kämpfen müssen und mit (Wieder-)Aufsteiger Meiringen sowie (Wieder-)Absteiger Interlaken um den Brienzersee herum starke Konkurrenz besteht, haben wir uns nach der erstmaligen Promotion vor acht Jahren – und anders als die meisten übrigen Aufsteiger – mittlerweile in der 2. Liga etablieren können», sagt der Sportlehrer weiter. Diese Saison etwa habe man sich bereits früh der grössten Abstiegssorgen entledigen können.

Wieder viele Gegentore

Gegen Spiez allerdings, einen weiteren Oberländer Konkurrenten, war bereits in der Meisterschaft nichts Zählbares gelungen – beim 3:5 zu Hause und beim kürzlichen 0:5 am Thunersee kassierte man gegen den offensivstarken Gegner nicht weniger als zehn Gegentreffer. Dem war nun auch im Cupfinal in Herzogenbuchsee nicht anders: «Das Fehlen von gleich sechs potenziellen Stammspielern erwies sich letztlich als zu grosses Handicap», sagt Lehmann.

Da Spiez aber im Abschluss lange sündigte, keimte bei Rothorn nach dem 1:3 von Andreas Ammann in der 78. Minute plötzlich sogar noch einmal Hoffnung auf. Claudio Sanfilippo, Stefan Bühler, damit wie Janis Ueltschi Doppeltorschütze, und Cédric Weigel sorgten dann in der Schlussphase aber doch noch für ein standesgemässes Resultat.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch