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Auf der Suche nach Stabilität

Der BSV Bern hat das Jahr 2019 mit einem 34:31-Sieg gegen GC Amicitia Zürich beendet, geht aber auf einem wenig befriedigenden Platz 7 in die EM-Pause.

Abwehr mit dem Kopf: Edin Tatar zeigte gegen GC Amicitia seine bis jetzt beste Leistung in dieser Saison.
Abwehr mit dem Kopf: Edin Tatar zeigte gegen GC Amicitia seine bis jetzt beste Leistung in dieser Saison.
Andreas Blatter

Jakub Szymanski brauchte einige Zeit, um gegen seine früheren Teamkollegen zum Erfolg zu kommen. Erst in der 27. Minute erzielte er seinen ersten Treffer beim Gastspiel von GC Amicitia Zürich beim BSV Bern, fünf weitere sollten folgen. Der Tscheche, seit kurzem Spieler-Trainer, wurde auch zum besten Spieler seines Teams gewählt. Die Punkte blieben jedoch in Bern, das Heimteam gewann 34:31 und ging so mit einem positiven Erlebnis in die EM-Pause. Auch dank seines starken Torhüters Edin Tatar.

Der Bosnier wehrte 20 gegnerische Abschlussversuche ab, zeigte die beste Leistung dieser Saison. «Es war sehr wichtig, heute zu gewinnen, um das Jahr mit einem positiven Gefühl zu beenden», sagte der Goalie der Berner. «Auch für mich persönlich, es fühlt sich gut an, eine solche Leistung zu zeigen.» Eine Woche zuvor hatte seine Mannschaft dem Tabellenletzten RTV Basel dessen bis jetzt einzigen Sieg in der laufenden Saison ermöglicht.

Tatar hatte da trotz aufsteigender Form kaum Bälle gehalten. «Zeitweise war es für mich nicht einfach gewesen, wie für das ganze Team auch», sagte der 30-Jährige, auf die gesamte erste Saisonhälfte zurückblickend. In der er sich während längerer Zeit im Tief befand, obwohl er im Gegensatz zu vielen anderen Teamkollegen nie verletzungsbedingt aussetzen musste. Tatars Auf und Ab steht sinnbildlich für einen Berner Handballherbst, in dem sich positive und negative Ereignisse munter abwechselten.

Lernfähige Spieler einsetzen

So folgten in der Meisterschaft auf vier Siege zwischen dem16. November und dem 7. Dezember wieder zwei Niederlagen, darunter die erwähnte in Basel. Konstant gute Leistungen lieferte der BSV Bern in der ersten Hälfte der Saison 2019/2020 nur selten ab. Die Berner belegen derzeit nur den siebten Platz und würden aktuell bereits im Playoff-Viertelfinal mit Pfadi Winterthur auf einen Titelkandidaten treffen.

«Wir müssen unbedingt mehr Stabilität in unser Spiel hineinkriegen», fordert Trainer Aleksandar Stevic für die zweite Saisonhälfte und zog als Beispiel die Partie vom Samstag gegen die Zürcher heran. «Die ersten 25 Minuten waren gut, dann sind wir wieder zeitweise in schlechte Muster verfallen», bemängelte er. Die Spieler müssten sich nun als lernfähig erweisen. «Und diejenigen, die das auch auf dem Platz zeigen, werden mit Einsatzzeiten belohnt», kündigte er an.

Die Vorbereitung beginnt am6. Januar, die erste Partie im Jahr 2020 findet am 29. Januar auswärts beim Meister Kadetten Schaffhausen statt. Der BSV bestreitet in Gümligen drei Testspiele gegen Bregenz und Hard aus Österreich sowie gegen das NLB-Partnerteam Solothurn. Auf ein Trainingslager wird wegen der guten Infrastruktur in der Ballsporthalle verzichtet. Ob Nikola Isailovic noch dabei sein wird, ist fraglich. Stevic würde eine weitere Verpflichtung des 33-Jährigen, der ausschliesslich in der Abwehr eingesetzt wird, begrüssen. Isailovic arbeitet jedoch 100 Prozent neben dem Sport und ist dementsprechend durch Beruf und Handball stark belastet.

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