Besser, aber wieder punktelos

Der BSV Bern hat auch das Heimspiel gegen Suhr Aarau 28:31 verloren und sich für eine lange gute Leistung nicht belohnt. Mit Abwehrchef Thomas Heer fällt ein weiterer Schlüsselspieler aus.

Während langer Zeit stand die BSV-Abwehr gut, aber eben nicht bis am Schluss.

Während langer Zeit stand die BSV-Abwehr gut, aber eben nicht bis am Schluss.

(Bild: Manuel Zingg)

Reto Pfister

Nach dem Heimspiel gegen Suhr Aarau schrieben die Spieler des BSV Bern fleissig Autogramme, mit Ausnahme der beiden Torhüter. Diese waren im Penaltywerfen beschäftigt. Die Mittagspartie war zum «Kid’s Day» erklärt worden, zahlreiche Mädchen und Knaben befanden sich unter den 821 Zuschauern. Die Beschäftigung mit den Kindern hellte die Stimmung bei den Bernern ein wenig auf.

Am Ende des Spiels hatten sie sich mit hängenden Köpfen vom Feld begeben. Zum dritten Mal in Folge hatten sie verloren, mit 28:31 gegen Suhr Aarau. Und sind in der Finalrunde auf den sechsten und letzten Platz abgerutscht.

Heer mit Knieverletzung out

Die personelle Situation präsentiert sich derzeit beim BSV Bern nicht eben günstig. Neu fällt auch Captain Thomas Heer mit einer Knieverletzung für drei bis vier Wochen aus. Damit fehlt den Bernern neben den beiden ausländischen Rückraumspielern Matthias Gerlich und Pedro Spinola auch noch der Abwehrchef.

Heer wurde im Defensivzentrum vom jungen Lucas Rohr vertreten. Dieser machte seine Sache gut, generell schien es sich auszuzahlen, dass im Training in der letzten Woche das Augenmerk fast nur auf die Verteidigung gelegt wurde. Die Gastgeber lagen bis zur 52. Minute in Führung. Und standen am Ende doch wieder mit über 30 Gegentreffern, davon 9 in den letzten 13 Minuten, da.

In der Schlussphase war dem BSV die Kontrolle über das Spiel entglitten. Dies lag zum Teil am Kräfteverschleiss bei den noch zur Verfügung stehenden Akteuren. Der 36-jährige Tscheche Jakub Szymanski etwa musste in der 56. Minute eine kurze Ruhepause auf der Bank einlegen. Aber nicht nur. «Wir haben zu viele Fehler gemacht, uns in der Abwehr nicht an taktische Abmachungen gehalten», sagte ein verärgerter Rückraumspieler Tobias Baumgartner.

«So wird es schwierig.» Dazu lief in den entscheidenden Spielsequenzen auch noch Suhrs Torhüter Dario Ferrante zu Hochform auf. In der 59. Minute wehrte er einen Siebenmeter von Simon Getzmann ab. Dieser hätte das 29:30 erzielen und so seinem Team doch noch eine Chance auf zumindest ein Remis verschaffen können.

Junge Spieler heranführen

«Diese Niederlage ist bitter», bewertete der BSV-Trainer Aleksandar Stevic den Verlauf der Partie. «Wir haben über 45, ja 50 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Der Trend zeigt generell nach oben.» Wichtig sei es nun, Akteure, die bis jetzt wenig zum Einsatz kamen, rasch auf ein höheres Niveau zu führen. Dies treffe unter anderen auf den bereits erwähnten Lucas Rohr zu.

Die meisten der fünf noch anstehenden Finalrundenspiele müssen die Berner wohl mit den Akteuren bestreiten, die gestern im Aufgebot figurierten. Für die Playoffs sollten bis auf Spinola (Achillessehnenriss/Saisonende) alle wieder fit sein. Es folgt bereits am Mittwoch das Derby in Thun. Es handelt sich um ein Duell zweier angeschlagener Teams, Wacker befindet sich mit vier Niederlagen in Folge in einem noch grösseren Tief als der BSV.

Berner Zeitung

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