Der Abstecher des Schweizer Meisters

Leo Luginbühl bestritt das Finalturnier der europäischen City-Sevens-Serie in Bern mit den Midland Hawks.

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Peter Berger@PeterBerger67

Die Stärkeverhältnisse waren klar. Die gastgebenden Midland Hawks vermochten gegen das französische Team Ocean’s 7 nicht mitzuhalten. Die Equipe aus Paris feierte später mit einem 19:12-Erfolg im französischen Final gegen die Salopards auch den Turniersieg in Bern.

«Diese Mannschaft war wirklich gut», gab Leo Luginbühl zu. Der Berner spielt bei den Midland Hawks, dem Schweizer Selektionsteam im 7er-Rugby. Hauptsächlich ist der 19-Jährige aber bei den Grasshoppers engagiert. Und mit den Zürchern wurde er vor wenigen Wochen Schweizer Meister im traditionellen 15er-Rugby. «Zusammen mit dem U-18-Europameistertitel ist das mein bisher grösster Erfolg.»

15er- und 7er-Rugby

Luginbühl spielt also beides, 15er- und 7er-Rugby. Das tun auch die Mitspieler bei den Hawks. Ausser der Berner Lukas Steiger, der sich nur noch auf das 7er-Rugby konzentriert. «Ich mache beides gern», sagt Luginbühl. «Während die NLA-Meisterschaft mit GC eine ganze Saison dauert, beschränkt sich das 7er-Rugby vor allem auf den Sommer.» Der Lokalmatador sagt, dass er natürlich auch bei den Hawks den maximalen Erfolg anstrebe. «Und doch gehört zum 7er-Rugby auch der Spassfaktor.» Gibt es terminliche Überschneidungen, geniesst GC Vorrang. Als GC im NLA-Halbfinal stand, musste er den Midland Hawks für das gleichzeitig angesetzte City-Sevens-Turnier in Paris absagen. «Zu verdienen gibt es jedoch bei beiden Clubs nichts», erklärt Luginbühl, der auch nächste Saison für den Schweizer Meister GC spielen und zweimal pro Woche in Zürich trainieren wird.

Vorerst aber zieht es den Schreinerlehrling, der die Spitzensportklasse an der Technischen Fachschule in Bern besucht, nach Südafrika. Luginbühl kann für zwei Wochen ab dem 13. Juli am Camp der Sharks Academy teilnehmen. Das Team aus Durban nimmt an der internationalen Super-Rugby-Liga teil. Theoretisch wäre es möglich, dass der Schweizer von den Südafrikanern verpflichtet wird. «Aber das ist nicht meine Absicht, zumal ich zuerst die Berufsausbildung abschliessen möchte. Doch ich kann in dem professionellen Camp viel lernen und mich als Spieler weiterentwickeln.» Denn wie den Beruf will Luginbühl auch seine Passion weiter ausüben; und zwar sowohl im 15er- wie auch im 7er-Rugby.

Berner Zeitung

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