Der Captain und zwei Österreicher

Huttwil hat sich im Cup gegen Biel gut präsentiert, aber dennoch 1:4 verloren.

Sven Nägeli (Mitte) erzielt das 1:0 für Huttwil.

Sven Nägeli (Mitte) erzielt das 1:0 für Huttwil.

(Bild: Marcel Bieri)

Reto Pfister

29 Sekunden waren gespielt, als das erste Tor im Cup-Sechzehntelfinal zwischen dem MSL-Club Huttwil und den NLA-Profis aus Biel fiel. Es war der Aussenseiter, der traf. Sven Nägeli brachte die Scheibe im Gehäuse unter, nachdem Elien Paupe die Scheibe nach vorne hatte abprallen lassen. Paupe und nicht Jonas Hiller.

Der Stammgoalie der Seeländer war nicht der einzige renommierte Akteur, der nicht im Aufgebot stand. Damien Brunner, Jason Fuchs und Michael Hügli sind verletzt, Yannick Rathgeb angeschlagen, Damien Riat im Trainingscamp in Nordamerika, Mathieu Tschantré, Toni Rajala, Anssi Salmela und Luca Cunti wurden geschont.

Biel hat bereits vier Champions-League-Spiele in den Beinen, stand zuletzt am Wochenende im finnischen Tampere im Einsatz. Die Gäste waren im Oberaargau danach bestrebt, ohne allzu grossen Aufwand die nächste Runde zu erreichen.

Was dazu führte, dass Biel zwar immer wieder seine spielerische Klasse aufblitzen liess, durch Treffer von Samuel Kreis und Stefan Ulmer auch kurz nach Beginn des zweiten Drittels in Führung ging, aber nie krass überlegen war. Und Huttwil seine Chance auf eine Überraschung witterte. In der 36. Minute bezog Trainer Andreas Beutler sein Timeout, Chancen auf den Ausgleich waren durchaus vorhanden.

Starker Gasser

Letztlich aber setzte sich der Favorit durch. Die Österreicher im Dress der Gäste waren durch Peter Schneider ein zweites Mal erfolgreich. Schneider stiess im Sommer wie Ulmer zu den Bielern, letzterer allerdings beansprucht keinen Ausländerplatz, da er bereits als Nachwuchsspieler in die Schweiz wechselte.

Die Sensation blieb also aus; der NLA-Club gewann 4:1. Gut verkauft haben sich die Huttwiler dennoch. Torhüter Lukas Gasser etwa zeigte mit mehreren Paraden, dass er sich in guter Form befindet. Mit Adrian Steiner (Handbruch) und Michael Trüssel (Fussbruch) werden zudem zwei Leistungsträger noch ins Team zurückkehren; Steiner sollte bald wieder einsatzfähig sein.

«Heute wäre zum ersten Mal etwas möglich gewesen.»Sven Nägeli

Huttwils Captain Nägeli machte einen leicht enttäuschten Eindruck. «Mein Tor nach 29 Sekunden bringt nicht viel, wenn wir anschliessend nicht gewinnen», meinte er. «Heute wäre zum ersten Mal etwas möglich gewesen gegen ein NLA-Team. Biel hat nicht gut gespielt, wir aber auch nicht besonders.»

Die Chancen auf Treffer in Überzahl seien nicht genutzt worden. Nägeli hatte die letzte Saison Mitte Februar beendet, weil er ein Auslandsemester absolvierte. Erstmals stand er wieder in einem Ernstkampf auf dem Eis. «Sehr speziell war es nicht, ich bestritt ja schon einige Testspiele», sagte er. Und wirkte immer noch nicht besonders fröhlich.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt