Die ersten Punkte in der Rückrunde

Der FC Dürrenast hat im Abstiegskampf gegen Bosporus 3:1 gewonnen.Damit beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz drei Runden vor Schluss fünf Punkte.

Auch sieben Niederlagen in Folge vermochten den guten Teamgeist beim FC Dürrenast nicht zu zerstören. Foto: Christian Pfander

Auch sieben Niederlagen in Folge vermochten den guten Teamgeist beim FC Dürrenast nicht zu zerstören. Foto: Christian Pfander

Peter Berger@PeterBerger67

Sieben Niederlagen hat der FC Dürrenast in der Rückrunde aneinandergereiht. Nach der erfolgreichen Hinrunde mit achtzehn Punkten rutschte dadurch das Team in der Rangliste immer mehr ab. Zwei Punkte betrug die Reserve auf das zweitletzte Bosporus noch. Umso wichtiger war für die Thuner nun der Sieg im Direktduell.

«Uns ist ein grosser Stein vom Herzen gefallen», hält Matthias Meyer nach dem 3:1 fest. Vom Ligaerhalt will der Trainer aber noch nicht sprechen. «In dieser Liga ist alles möglich, Bosporus kann durchaus die rest­lichen drei Spiele noch ge­winnen.»

Dass alles möglich ist, hat Meyer diese Saison selber erlebt. Nach der guten Vorrunde mit sechs Siegen ging nach der Winterpause bei Dürrenast überhaupt nichts mehr. «In vielen Partien haben wir eigentlich sehr gut gespielt, aber die Punkteausbeute war katastrophal.» Bis zum Samstag konnte der FCD keinen einzigen Zähler verbuchen.

Vier der sieben Partien gingen 0:2 verloren, in den anderen drei Begegnungen glückte jeweils nur ein Tor. «Unsere Torausbeute war schlecht, im Gegenzug landete aber auch beinahe jeder Schuss des Gegners im Netz.» Mit jeder Niederlage ging «die Lockerheit im Kopf verloren», weiss Meyer. «Zu viele schauten auf die Tabelle.»

Das Tagesgeschäft

Der Trainer erwähnt noch einen weiteren, wichtigen Grund für die Baisse. «Wir mussten den Goalie und die ganze Abwehr ersetzen.» Kreuzbandriss, Schulter ausgerenkt lauteten die Diagnosen bei den Verletzten.

Captain Flavio Amacher fehlte, weil er im Winter als Skilehrer tätig sein wollte. Der 19-jährige Riggisberger lässt sich nun zum Barkeeper ausbilden und wird erst nach der Rekrutenschule wieder zur Verfügung stehen. Hadern mag Meyer ob der Absenzen nicht. «Ich sage immer, Fussball ist ein Tagesgeschäft. Die Spieler melden sich immer kurzfristiger ab. Ich ärgere mich aber deswegen nicht mehr.»

Moral nie verloren

Meyer, der zuvor bei Heimberg und als Nachwuchstrainer beim FC Thun tätig war, hat seinen Vertrag bereits im Februar für eine weitere Saison verlängert. Zwei erfahrene Spieler mit Leaderqualitäten würde sich der Coach als Zuzüge wünschen.

«Doch Transfers in der Region Thun mit den vielen Clubs sind schwierig», bleibt er realistisch. Und eigentlich ist er mit dem aktuellen Team zufrieden. «Wir haben einen guten Teamgeist, haben trotz Pech die Moral nie verloren, spielen viel besser als in der Vorrunde. Eigentlich haben wir alles – ausser Punkten.»

Und dank dem ersten Dreier ist auch die Ausgangslage deutlich besser als im Vorjahr. Damals schaffte der FC Dürrenast unter Trainer Stephan Jaussi den Liga­erhalt erst in der letzten Runde.

ThurgauerZeitung

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