Entspannen vor dem Schlussspurt

Vier Rennen vor Saisonende hat der Berner Nico Müller noch immer Chancen, die DTM zu gewinnen.

Auch auf dem Wasser gut unterwegs: Rennfahrer Nico Müller erholt sich beim Wakeboarden auf dem Thunersee.

Auch auf dem Wasser gut unterwegs: Rennfahrer Nico Müller erholt sich beim Wakeboarden auf dem Thunersee.

(Bild: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel)

Peter Berger@PeterBerger67

Die sechste Saison ist bis anhin Nico Müllers beste in der Deutschen Tourenwagen-Masters. Der Schweizer liegt nach 14 von 18 Rennen an zweiter Position, 20 Zähler hinter Leader René Rast.

Am 14./15. September geht es auf dem Nürburgring mit zwei Rennen weiter, bevor die Saison am ersten Wochenende im Oktober in Hockenheim endet. «Das Ziel ist, im Oktober noch Chancen auf den Titel zu haben, zumal Hockenheim für mich mit den vielen Schweizer Zuschauern immer so etwas wie ein Heimrennen ist», sagt Müller.

Ende August hat der 27-Jährige aus Blumenstein bei Thun auf dem Lausitzring seinen zweiten Saisonsieg gefeiert, den dritten seiner DTM-Karriere. Im zweiten Rennen resultierte der 2. Rang. Es war sein erfolgreichstes Wochenende. «Wir hatten am Sonntag Öl im Getriebe verloren, deshalb fiel ich zwischenzeitlich auf den 11. Platz zurück.

Mit dem 2. Rang sind wir mit einem blauen Auge davongekommen, aber natürlich hätte ich gern zweimal in Folge gewonnen.» Dennoch ist das Jahr 2019 sein bisher erfolgreichstes. 2018 hatte er den 10. Gesamtrang erreicht, besser war der Audi-Werksfahrer nur einmal gewesen (9./2016).

Zehn Podestplätze

Seit dem Ausstieg von Mercedes Ende 2018 ist Audi das Mass aller Dinge, schon 4 Rennen vor Schluss konnte der Hersteller­titel vor BMW und den chancenlosen Aston Martin gefeiert werden. So kämpft Müller vor allem gegen «Mister DTM» René Rast. «Wir fahren zwar beide für Audi, aber in verschiedenen Teams», sagt Müller.

Eine Stallorder gebe es nicht, ausser wenn es darum gehe, einen Sieg eines BMW-Fahrers zu verhindern. Markenkollege Rast hat in dieser Saison schon fünfmal gewonnen, derweil überzeugt Müller mit seiner Konstanz.

Die letzten sechs Rennen beendete er alle auf dem Podest. Insgesamt zehnmal fuhr Müller in 14 Rennen unter die Top 3 (Rast neunmal). Als erst zweiter Schweizer nach Marcel Fässler (3./2003) könnte Müller eine DTM-Saison auf dem Podest abschliessen.

Vor dem Schlussspurt hatsich der Oberländer in der Heimat erholt, sei es mit Ausflügen auf dem Rad um oder mit dem Wakeboard auf dem Thunersee. Heute beginnen im Simulator die Vorbereitungen auf den Nürburgring.

Müller geht davon aus, dass er auch 2020 in der DTM fahren wird. «Der Vertrag ist aber noch nicht unterschrieben.» Offen ist, ob er weiterhin Formel-E-Testfahrer für Audi bleibt.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt