«Es ist ein geiles Gefühl»

Der FC Breitenrain bezwingt Köniz in einem animierten Derby 3:1.

Breitenrains Max Dreier (links) bedrängt den Könizer Mylord Kasai.

Breitenrains Max Dreier (links) bedrängt den Könizer Mylord Kasai.

(Bild: Manuel Zingg)

Adrian Lüpold

Viele Akteure von Breitenrain und Köniz kennen und schätzen sich. Einige spielten auf Juniorenstufe mit- oder gegeneinander. Und manch einer hat in der Vergangenheit auch schon die Farben des Rivalen getragen. So wie Breitenrains Amar Avdukic, der zu Beginn dieser Saison von Köniz zum Stadtberner Quartierverein gewechselt war. Entsprechend heiss war der 20-jährige Stürmer, der seine Ausbildung beim FC Thun genossen hatte, auf das Derby in der Promotion League. Dass er dabei erstmals in dieser Saison in der Startelf figurierte, schien ihn zu beflügeln. Schon in der von vielen Zweikämpfen geprägten Startphase, in der eher die Könizer den Taktstock schwangen, rannte er sich die Seele aus dem Leib und half beim Pressing tatkräftig mit.

Avdukic ist zur Stelle

Dennoch gehörte die erste Chance den Gästen. Breitenrains Torhüter Lars Schädeli entschärfte Drin Budakovas knallharten Weitschuss indes mit einem katzenhaften Sprung (15.). Kurz darauf setzte sich Breitenrains Eric Briner kraftvoll bis an die Grundlinie durch, passte vor das Tor, wo Avdukic lauerte. Und der ehemalige Könizer vermochte die Kugel zu kontrollieren und zur 1:0-Führung für den FCB einzuschieben (19.). «Es ist schon ein geiles Gefühl, gegen das Ex-Team zu treffen», sagte Avdukic. Er sei froh, dass er nach einer schwierigen Phase zum Start der Saison das Vertrauen des Trainers habe rechtfertigen können.

Allerdings währte Breitenrains Freude nur kurz. Dem Könizer Julien Bühler gelang drei Minuten später nach einem feinen Dribbling das 1:1 (22.). Es war Pfeffer drin im Derby, nicht nur wegen der frühen Tore. Und die Kadenz blieb auch in der Folge hoch, viele intensive Szenen unterhielten die 415 Zuschauer.

Sechs Minuten vor der Pause genehmigten sich die Könizer Abwehrspieler eine Auszeit. Eine Freistossflanke flog gefühlt sekundenlang durch den Strafraum des FCK, ohne dass ein Verteidiger Anstalten machte, die Situation zu klären. Max Dreier, gelernter Mittelfeldspieler, der im Abwehrzentrum des FCB eine starke Leistung zeigte, war zur Stelle und nickte den Ball zum 2:1 über die Linie (39.).

Nach der Pause dominierte Breitenrain das Geschehen fast komplett. Ein enttäuschendes Köniz war kaum zu einer Reaktion fähig – Dennis Wyder hatte die einzig nennenswerte Chance mit einem Weitschuss (78.) – und konnte froh sein, nicht unter die Räder zu geraten. Avdukic traf den Pfosten (50.), Briner rauschte am 3:1 vorbei (55.), Miran Maksuti vergab zwei klare Chancen aus kurzer Distanz, und Dreiers Kopfball (73,) verfehlte knapp das Ziel. Und so dauerte es bis zur 81. Minute, ehe Artian Kastrati (er flog in der Nachspielzeit mit einer Ampelkarte vom Platz) mit dem 3:1 die Entscheidung gelang.

«Nach der Pause waren wir das bessere Team. Wir wollten den Sieg mehr als Köniz. Das gibt Selbstvertrauen», sagte Avdukic. «Mit solchen Leistungen kann man in dieser Liga keine Punkte gewinnen», liess sich derweil Köniz-Coach Silvan Rudolf zitieren.

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