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«Es ist schön, wenn man so nahe von daheim starten kann»

Die Neo-Profis Marc Hirschi (20) aus Ittigen und der Oberaargauer Gino Mäder (22) erzählen, wie sie das Berner Wochenende der Tour de Suisse in Langnau erlebt haben.

Marc Hirschi (20), Ittigen

Marc Hirschi posiert am Sonntag gut gelaunt vor dem Start. Fotos: Marcel Bieri
Marc Hirschi posiert am Sonntag gut gelaunt vor dem Start. Fotos: Marcel Bieri

«Das Wochenende hat Spass gemacht und war ein schönes Erlebnis. Vor allem die grosse Aufmerksamkeit ist an meiner ersten Tour de Suisse neu für mich. Die ist viel höher als an anderen Rennen, so war ich auch erstmals beim Fernsehen. Es ist schön, wenn man so nahe von daheim starten kann. Die vielen Zuschauer, sei es schon an der Teampräsentation am Freitag oder nun am Wochenende, motivieren einen Fahrer extrem. Auf die zweite Etappe in Langnau habe ich mich enorm gefreut, meine Familie und Fans hatten sich auf dem Chuderhüsi eingerichtet. Die Stimmung dort oben war wirklich toll. Die Eltern sind auch am Montag am Start und am Ziel wieder dabei.

Die Renntage verliefen für mich unterschiedlich. Die Bedingungen am Samstag im Zeitfahren waren für mich im Regen nicht optimal. Wichtig war indes, dass unsere Teamleader wie Michael Matthews früh starten konnten und trockene Bedingungen hatten. Für mich war das Resultat dadurch sekundär. Am Sonntag war ich enttäuscht, dass wir Matthews nicht ganz nach vorne brachten. Das ist ärgerlich.

Nach dem Rennen gab es schon im Bus Pasta. Später im Hotel waren Massage und Nachtessen angesagt. Ich versuche immer neun Stunden zu schlafen. Bloss ist es manchmal schwierig einzuschlafen, wenn der Puls noch hoch ist.»

Gino Mäder (22), Wiedlisbach

Auch Gino Mäder nimmt sich vor der 2. Etappe Zeit für das Fotoshooting.
Auch Gino Mäder nimmt sich vor der 2. Etappe Zeit für das Fotoshooting.

«Natürlich habe ich das Wochenende hier auch geniessen können. Die Familie ist so nahe dabei wie sonst nie. Wenn das Team fragt, welche Übersetzung montiert werden müsse, und ich dann genau Auskunft geben kann, weil ich jede Strasse kenne, ist das sehr speziell. Doch insgesamt war es ein Geniessen mit Schmerzen. Meine Form ist nicht so, wie sie sein sollte, damit ich bis zum Schluss ganz vorne mithalten könnte. Schon im Zeitfahren haben sich meine Beine nicht gut angefühlt. Am Sonntag hatte ich zudem mit der Motivation zu kämpfen, als es wieder nicht gut lief.

Aber leiden müssen alle. Die Tour de Suisse ist noch jung, ich habe noch nichts verloren. Um in eine Spitzengruppe zu kommen, ist es manchmal besser, wenn man im Gesamtklassement etwas Rückstand aufweist. Und ich möchte diese Woche unbedingt in ein, zwei Etappen etwas zeigen und probieren. Mehr verrate ich allerdings nicht. Denn sonst melden sich alle Kollegen und machen mich darauf aufmerksam: Hey, heute ist dein Tag. Das erzeugt zu viel Druck. Dieser ist sowieso schon gross, schliesslich will ich vor dem Heimpublikum nicht enttäuschen.

Vorerst ist nach der Etappe aber Erholung angesagt: Warme Kleider anziehen, essen, Massage und ab ins Bett.»

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