Huttwil glänzt in den letzten Minuten

Hockey Huttwil schlägt Basel dank einem starkem Powerplay und tollem dritten Drittel mit 6:2.

Jubel bei Huttwils Michael Kovac.

Jubel bei Huttwils Michael Kovac.

(Bild: Marcel Bieri)

Zwei Teams, die sich im ersten Drittel meist auf Augenhöhe begegnet waren, brachten in den letzten dreissig Sekunden des ersten Umgangs Emotionen ins Spiel. Ursprung von vier kleinen Strafen in der gleichen Szene war Billy Hunzikers Cross-Check. Als noch Basels Nick Marois die Situation aufwühlte, bescherte dies den Rheinstädtern eine doppelte Unterzahl und Huttwil dadurch das 1:0 durch Sven Nägeli. Huttwil hätte bei der Reststrafe im Mitteldrittel den zweiten Treffer erzielen müssen.

Anstatt da vorzulegen, musste Huttwil in Unterzahl den Ausgleich Basels durch Roman Hrabec hinnehmen. Die nächste Unterzahl, diesmal für Basel, brachte nach einer herrlichen Kombination von Adrian Steiner auf Silvan Hess die nicht unverdiente 2:1-Führung Huttwils. Basel glich die Partie aber erneut durch Roman Hrabec zu Beginn des Schlussdrittels aus. Es war der erste Treffer bei fünf gegen fünf.

Die beiden nächsten Tore durch Marco Meyer zum 3:2 und Adrian Steiner zum 4:2 fielen wieder in Überzahl Huttwils. Es waren die Treffer zur Entscheidung. Das 5:2 dann durch Yannick Lerch knapp vier Minuten vor dem Ende war erst der zweite Treffer, der bei Vollbestand erzielt wurde. Es passte irgendwie zum Spiel, dass das letzte Tor zum 6:2 – getroffen hat Michael Gurtner – wiederum ein Treffer im Special-Game war. Diesmal aber ein Shorthander und erst noch bei leerem Tor. Damit wurden sechs von acht Treffern in Über- oder Unterzahl erzielt.

Dass der hohe Sieg Huttwils nicht leichtfiel, bestätigte Assistenztrainer Daniel Bieri:«Das Resultat täuscht da ein wenig, wir waren sicher nicht um vier Tore überlegen», sagte er. Der Unterschied war in der Tat im Überzahlspiel von Huttwil gelegen, welches bei acht Strafen gegen Basel zu vier Toren führte.

Dazu ein Tor bei Vollbestand und der Shorthander am Schluss ins leere Tor. Aber nicht nur: «Wir haben sehr gut Boxplay gespielt und im Powerplay die wichtigen Tore erzielen können», erzählte Bieri. Basels Joel Fröhlicher erklärte derweil: «Statistisch gesehen haben wir ein starkes Boxplay, also hat Huttwil ein starkes Powerplay gespielt.»

Lange umstritten

So klar, wie es das Resultat vermuten lässt, war das Spiel nicht. Beim Stand von 2:2 hatten beide Teams die Möglichkeit, in Führung zu gehen. Huttwil nutzte sie. Zudem fielen die Tore zum Huttwiler Sieg erst in den letzten zehn Minuten.

Die Startprobleme

Die Basler hatten zu Beginn des Spiels gar Vorteile gehabt. Bis zum ersten vielversprechenden Angriff Huttwils vergingen knapp vier Minuten. Erst konnte Adrian Steiner nicht mehr direkt aufs Tor zufahren, dann verpasste Patrick Meyer einen Abschluss. Zwei Minuten später feuerte Gregory Felder ein Geschoss Richtung Basler Tor ab.

Berner Zeitung

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