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Im Mitteldrittel deklassiert

Der SC Langenthal wird von Kloten mit 1:8-Toren überrannt. Es wird immer wahrscheinlicher, dass es im Playoff-Viertelfinal zum Derby gegen Olten kommt.

Daniel Gerber
Robin Figren bezwingt Langenthals Goalie Philip Wüthrich zum 2:0 für Kloten.
Robin Figren bezwingt Langenthals Goalie Philip Wüthrich zum 2:0 für Kloten.
Marcel Bieri

Mit einem Rumpfteam vermochte der SC Langenthal zwar Sierre und La Chaux-de-Fonds niederzuringen. Gegen einen EHC Kloten in Topform war für den SCL jedoch nichts auszurichten. Noch immer fehlen Langenthal fünf bewährte Kräfte. Die gute Nachricht vom Wochenende: Simon Sterchi, der bis zu seinem Ausscheiden SCL-Topskorer war, konnte gegen die Zürcher sein Comeback geben. «Mir geht es gut, ich bin wieder zu 100 Prozent fit», sagt Sterchi.

Weniger erfreulich verlief das Wochenende resultatmässig: Blitzschnell schaltete die Equipe aus der Fliegerstadt jeweils auf überfallartige Angriffe um und überrannte die Hintermannschaft des Gegners.Im Mitteldrittel wurde das Heimteam mit sechs Gegentreffern deutlich distanziert und verlor 1:8.

Mitteldrittel entglitten

Nicht wenige der Kloten-Tore waren vorzüglich herausgespielt. So etwa das 1:0, als Robin Figren sich die Scheibe auf die Backhand-Seite selbst vorlegte und in die Maschen hob. Oder das Tor des Abends durch Ramon Knellwolf, der von schräg rechts in Richtung SCL-Tor fuhr, mit einem eleganten Move die Scheibe ebenfalls auf die Backhand-Seite legte und so nahe am entfernten Pfosten vorbei zum sechsten Klotener Treffer einschoss.

Manchmal fehlte aber auch die entscheidende Gegenwehr, wie etwa beim Treffer durch Ex-SCL-Stürmer Jeffrey Füglister, der ungehindert mitten durch die Offensivzone brausen und zum 4:1 vollstrecken konnte. «So hatten wir uns das nicht erhofft», meinte Sterchi.

«Im ersten Drittel waren wir noch dabei, doch das zweite Drittel ist uns entglitten. Bei den ersten zwei Einsätzen im Mitelabschnitt hatten wir noch eine grosse Chance, die Scheibe versprang unglücklich. Dann erwischten sie uns auf dem falschen Bein und sie erzielten das schnelle dritte Tor.»

Kloten praktisch Qualisieger

«Wir haben über 60 Minuten unsere Chancen genutzt und nur wenige zugelassen. Zudem sind wir nahe am Gegner gestanden», bilanzierte Klotens Stürmer Jeffrey Füglister, der einst 253 Spiele für den SCL absolvierte. «Ich komme immer wieder gerne zurück. Aber wir sind gekommen, um zu gewinnen», sagte Füglister.

Klotens Trainer Per Hanberg wollte den Qualifikationssieg noch nicht verkünden. Ajoie könnte noch aufschliessen, müsste aber in zwei Runden 22 Tore aufholen: Aber vieles sei erreicht worden. «Wir hatten das Ziel, besser zu sein als letzte Saison. Nun stehen wir auf Rang eins statt fünf. Und wir wollten 90 Punkte erreichen, das haben wir.» Es sei schön gewesen, in seine erste Heimat in der Schweiz zurückzukehren. «Ich sah viele Freunde und Fans, das hat das Herz erwärmt. Ich liebe diesen Ort, der immer in meinem Herzen sein wird.»

Langenthal dürfte auf Platz 6 bleiben; ein Viertelfinal-Derby gegen Olten wird immer wahrscheinlicher. Wegen der schlechteren Bilanz in den Direktbegegnungen und der Pleite gegen die GCK Lions müsste der EHCO in den beiden verbleibenden Runden drei Punkte auf Ajoie gutmachen. Und auch beim SCL ist eine Verbesserung eher unwahrscheinlich, da wegen der Direktbegegnungen (Thurgau) oder des Torverhältnisses (Visp) fünf respektive sechs Zähler gutgemacht werden müssten.

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