In eigenen Sphären

In der 2. Liga regional waren Spiez und Muri-Gümligen in der Vorrunde die überragenden Teams. Beide Equipen wollen auch in der am Samstag startenden Rückrunde überzeugen.

Dominant: Der Spiezer Felix Häsler (rechts) und Muri-Gümligens Besnik Salihi prägen mit ihren Teams die 2. Liga regional.

Dominant: Der Spiezer Felix Häsler (rechts) und Muri-Gümligens Besnik Salihi prägen mit ihren Teams die 2. Liga regional.

(Bild: Walter Dietrich)

Adrian Lüpold

Sie drückten der 2. Liga regional ihren Stempel auf, gewannen die Mehrheit ihrer Spiele und sehen die Verfolger nur noch im Rückspiegel. Spiez und Muri-Gümligen agierten in der Vorrunde in eigenen Sphären. Satte 27 Punkte ergatterten die Oberländer, 26 Zähler heimste der FCMG aus 11 Partien ein. Damit liegen die Spitzenclubs Welten vor dem Dritten Dürrenast, der 18 Punkte auf der Habenseite aufweist. «Klar sieht es im Moment nach einem Zweikampf aus, aber auch Teams wie Dürrenast, der FC Bern oder Ostermundigen haben viel Potenzial», sagt Spiez-Trainer Peter Kobel.

Der 49-jährige ehemalige YB-Goalie, der immer noch so fit wirkt wie zu seinen Aktivzeiten, ist angetan von den Leistungen seines Teams in der Vorrunde. «Wir wollten uns im vorderen Drittel der Tabelle etablieren. Als es dann aber so gut lief, begannen die Jungs, Lunte zu riechen», erklärt Kobel.

Spiez: Aufstieg ist kein Ziel

Die lange Winterpause sei dank hoher Trainingspräsenz und Testspielen gegen höherklassige Gegner gut überbrückt worden, sagt Kobel. Auch das Trainingslager in Malta sei sehr positiv verlaufen. «Vor allem auch in puncto Teamspirit war die Zeit in Malta wertvoll», meint Kobel. Die Spiezer bürden sich für die Rückrunde jedoch keinen Druck auf, der Aufstieg in die 2. Liga inter ist nicht das explizite Ziel des Vereins, «obschon wir natürlich jedes Spiel gewinnen wollen», wie Kobel sagt.

Bestimmter wird Kobel bezüglich des Berner Cups, in dem die Spiezer letzte Woche dank eines Erfolgs in Aarberg bereits die fünfte Runde überstanden. Zwei weitere Siege, und die Spiezer stünden im Final, was gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Hauptrunde des Schweizer Cups für die nächste Saison wäre. «Es wäre natürlich eine grossartige Sache, wenn wir wieder mal einen grossen Gegner im ABC-Zentrum empfangen könnten», sagt Coach Kobel. Keine Rolle spielt der Cup derweil für Muri-Gümligen, sie sind bereits ausgeschieden.

Umso grössere Ambitionen hegen sie jedoch in der Meisterschaft. «Unsere Ausgangslage ist super, wir wollen sie nutzen und streben deshalb den Aufstieg an», erklärt Coach Riccardo Pileggi. Auch die Gümliger weilten erst gerade in einem Trainingslager in Marbella. «Die Bedingungen waren toll, und wir konnten sehr gut trainieren», sagt Pileggi.

Kreuzbandriss bei Moser

Die ambitionierten Gümliger müssen ihre Ziele in der Rückrunde ohne ihren Stammtorhüter David Moser erreichen. Der Thuner erlitt unlängst einen Kreuzbandriss, als Ersatz verpflichtete Muri-Gümligen mit Roman Rohrer einen Keeper, der mit dem FC Bern schon in höheren Ligen gespielt hat. «Ich bin froh, dass wir kurzfristig einen so guten Ersatz finden konnten», sagt Pileggi und ergänzt: «Wir haben alles gemacht für eine gute Rückrunde und fühlen uns bereit.»

Berner Zeitung

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