Konolfingen top

Die Saison in der 2. Liga Fussball interregional ist zu Ende. Die Bilanz der vier Berner Vertreter in der Gruppe 3 fällt unterschiedlich, mehrheitlich aber positiv aus.

Kein Berner Vertreter konnte diese Saison öfter jubeln als der FC Konolfingen. Foto: Andreas Blatter

Kein Berner Vertreter konnte diese Saison öfter jubeln als der FC Konolfingen. Foto: Andreas Blatter

Marco Spycher
Peter Berger@PeterBerger67

Der FC Konolfingen stellt das beste Berner Team in der 2. Liga interregional. Mit 43 Punkten aus 26 Partien belegen die Emmentaler den vierten Rang. Kein Wunder, findet Trainer Hanspeter Kilchenmann für das Erreichte nur Ausdrücke wie «sensationell» oder «hervorragend». Wobei gar noch mehr möglich gewesen wäre: Nach der Vorrunde lagen die Konolfinger auf Platz zwei.

«Mit diesen Mitteln, die wir zur Verfügung haben, ist dieses Resultat nicht selbstverständlich. Als Trainer denkst du immer, wir könnten noch mehr rausholen», sagt Kilchenmann. «Aber bei uns war das Hauptziel, so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben. Daher kann ich zu meinem Team jetzt nur sagen: Chapeau!»

Das Erfolgsrezept des stolzen Trainers? Die Überzeugung. «Wir wollten immer mehr, haben hart trainiert, an unsere Chance geglaubt und wurden dafür belohnt.» Kilchenmanns Ära als Trainer beim FCK geht nach drei Jahren zu Ende. «Für mich stimmts. Mit einer solchen Saison abzuschliessen, macht es um einiges angenehmer.»

Aufsteiger ohne Probleme

Vor der Saison nach einem Aufstieg stellt sich immer die Frage: Ist das Team gut genug, um sich auch in der höheren Spielklasse zu behaupten? Beim FC Köniz II fällt die Antwort mit einem klaren Ja aus. Die Könizer bewegten sich stets im Mittelfeld. Die Equipe verkraftete im Winter auch den Wechsel von Trainer Silvan Rudolf, der nach der internen Beförderung das Promotions-League-Team übernahm, zu Nachfolger Gabriel Urdaneta problemlos.

Der Abstieg war früh kein Thema. Die Partie am Samstag gegen Allschwil wurde wegen eines Gewitters beim Stand von 1:3 abgebrochen. Ob die Partie wiederholt, fortgesetzt oder mit diesem Resultat gewertet wird, entscheidet sich am Montag.

Rettung in extremis

Der FC Lerchenfeld legte eine miserable Vorrunde hin. Fünf Punkte waren die magere Ausbeute, der Abstieg schien bereits im Winter so gut wie besiegelt. Doch Trainer Bruno Feller schaffte auch in seiner letzten Saison den Ligaerhalt. Jetzt tritt er zurück. Der 62-Jährige musste in siebzehn Jahren – zehn bei Dürren­ast und nun sieben bei seinem Stammverein Lerchenfeld – nie aus der 2. Liga interregional absteigen.

Die Rettung gelang diesmal nicht zuletzt dank dem früheren Super-League-Spieler Pascal Cerrone. Der 37-jährige Assistenztrainer des FC Thun liess sich – wann immer der Zeitplan es erlaubte – zu einem «Wechsel» von den Senioren ins Fanionteam überreden und vermochte die Abwehr entscheidend zu stabilisieren.

Trotz Abstieg vieles gut

Prishtina ist der einzige Berner Absteiger aus der 2. Liga interregional. «Das ist nicht gut», sagt Johan Berisha. Der Trainer betont jedoch, dass nicht alles negativ sei. «Unsere Priorität war auch, dass wir disziplinarisch Fortschritte machen. Jetzt haben wir sogar am wenigsten Strafpunkte, also wurde auch gute Arbeit geleistet.»

Dem früheren YB-Stürmer jedenfalls gefällt es bei Prishtina. «Das ist ein geiler Verein. Die Chemie mit der Führung und dem Team stimmt.» Deshalb sei auch der Vertrag «stillschweigend verlängert» worden. Berisha strebt mit der Equipe den sofortigen Wiederaufstieg an. «Wir können die vielen jungen Spieler halten, entsprechend wollen wir ihnen auch eine Perspektive bieten.» Und diese soll 2. Liga inter heissen.

Berner Zeitung

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