«Lerchenfeld klebt das Pech an den Schuhen»

Spiez hat das Derby in der 2. Liga inter gegen Lerchenfeld 2:0 gewonnen.

Alban Matoshi (li.) im Duell mit dem Spiezer Felix Häsler.

Alban Matoshi (li.) im Duell mit dem Spiezer Felix Häsler.

(Bild: Markus Grunder)

Die Tatsache, dass alle vier Berner Mannschaften in der 2. Liga inter (Gruppe 3) die hinteren Plätze belegen, gibt Spiez-Coach Peter Kobel zu denken. «Kommt es daher, dass bei uns der Amateurgedanke noch ernsthaft umgesetzt wird? Ich vermute, dass bei den Teams aus dem Baselbiet Geld im Spiel ist», sagt Kobel.

Im Derby beim Tabellenletzten FC Lerchenfeld nutzte Kobels Equipe nun die grosse Chance, den Anschluss an das erweiterte Mittelfeld in dieser anspruchsvollen Liga zu schaffen. Die Spiezer siegten in einem intensiven Spiel 2:0, wobei sich die Schlüsselszene der Partie bereits in der ersten Halbzeit ereignet hatte. In der 34. Minute flog Lerchenfelds Fabio Ueltschi mit seiner zweiten Gelben Karte vom Platz.

Der FC Spiez war fortan im Vorteil, nachdem Lerchenfeld zu Beginn des Spiels noch eher den Ton angegeben und durch Stürmer Ardit Zenuni auch einen Lattenschuss zu verzeichnen gehabt hatte (32.). Die Mannschaft von Peter Kobel nutzte die numerische Überzahl kurz vor der Pause aus und ging durch Adrian Stucki 1:0 in Führung.

Doch Lerchenfeld liess sich nicht abkochen und bot den Spiezern auch im zweiten Abschnitt Paroli. Angetrieben vom eingewechselten Melvin Sarbach erarbeitete sich der FCL auch einige Tormöglichkeiten. Doch der Ball fand den Weg nicht ins Tor der Spiezer, welche ihrerseits in der hektischen Schlussphase dank eines Treffers des eingewechselten Ivan Markovic den Sack zumachten (94.) und die drei Punkte holten.

«Lerchenfeld klebt das Pech an den Schuhen. Das Team ist weit besser, als es der Schlussrang in der Tabelle zum Ausdruck bringt», sagte Spiez-Coach Kobel über die derzeitige Baisse beim Tabellenletzten Lerchenfeld und ergänzte: «Das Spiel war ein Krimi, wir gewannen trotz langer Überzahl den Kampf.» FCL-Trainer Daniel Klossner meinte derweil: «Die Entscheidung fiel, als Fabio Ueltschi zu Unrecht vom Platz flog. Aber der Sieg von Spiez ist verdient, obwohl wir noch unsere Chancen hatten.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt