Mit einem weinenden Auge

In Buochs spielt der FC Langenthal 2:2.

Gregory Gemperle erzielte das 1:1.

Gregory Gemperle erzielte das 1:1.

(Bild: Marcel Bieri)

Am Anfang steht die Analyse. Langenthals Trainer Willy Neuenschwander meinte nach dem 2:2 in Buochs: «Leider vermochten wir unsere Führung nicht über die Runden zu bringen. Den Ausgleich nehme ich mit einem weinenden Auge zur Kenntnis.» 

Der Übungsleiter durfte aber auch positives mit auf die Heimreise nehmen: «Nach dem 0:1-Rückstand hat mein Team grosse Moral bewiesen.» Mit etwas mehr Glück hätte es zu drei statt nur einem Punkt gereicht, vielleicht fehlte dem FCL zum Sieg auch die nötige Cleverness.

Trotz der herbstlichen Bedingungen sahen die Zuschauer einen jederzeit guten und intensiv geführten Match. Die Gastgeber erspielten sich zuerst optische Vorteile. Doch die Langenthaler hielten dagegen. Das Spiel, welches stets über eine hohe Intensität verfügte, war von harten, fairen Zweikämpfen geprägt.

Nachdem die Gäste den Respekt definitiv zu den Akten gelegt hatten, übernahmen sie die Initiative. Doch zwingende Torszenen blieben noch aus. Die Partie mutierte für die Oberaargauer zum Geduldspiel. Erst recht, nachdem Buochs nach 33 Minuten eher unverdient das 1:0 markierte. Patrik Gjidoda reagierte nach einem Abpraller am schnellsten.

Doch Langenthal hat zuletzt Fortschritte gemacht, was sich in der Folge verdeutlichte. Statt sich unnötig zu verzetteln, forcierte die Equipe die Offensive und wurde noch vor der Pause prompt belohnt. Gregory Gemperle erzielte den umjubelten Ausgleich. 

Dieser Treffer beflügelte die Gäste in Durchgang zwei. Semir Bisevac vergab die Führung in der 49. Minute. Er scheiterte am ausgezeichneten Stellungsspiel von Torhüter Aaron Hönger. Praktisch im Gegenzug segelte ein Schuss von Sousa knapp am Langenthaler Tor vorbei.

Jubel gab es deshalb erst viel später. Eine Viertelstunde vor Schluss verursachte Goran Stojanov einen Freistoss – mit Folgen für Buochs. Nils Wernli schlenzte den Ball für Goalie Hönger unhaltbar in die Maschen.

Dumm nur, brachte Langenthal den Vorsprung nicht über die Runden. In der 88. Minute parierte Hönger einen sauber getretenen Wernli-Freistoss bravourös. Im Gegenzug erzielte Luan Haxhimurati das 2:2. Am Ende jubelten also die Buochser, Langenthal bleibt vorderhand nur die Erkenntnis, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet.

Langenthaler Tagblatt

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