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Neue Reize, neuer Laufstil

Leichtathlet Luca Flück will wieder auf das Niveau von 2016 gelangen.

Luca Flück (Mitte) hält über 300 m Anschluss.
Luca Flück (Mitte) hält über 300 m Anschluss.
Iris Andermatt

Sein Dress ist von grünen Farben dominiert statt in Blau gehalten. Schon dadurch ist ersichtlich, dass Luca Flück eine Veränderung vorgenommen hat. Der 22-jährige 400-Meter-Spezialist startet nicht mehr für seinen Stammverein LC Kirchberg, sondern für den TV Länggasse Bern. Sein Trainer ist nicht mehr Daniel Ritter, sondern Hans Kappeler. «Ich war neun Jahre beim gleichen Coach, brauchte einfach einmal andere Reize. Mit den zuletzt schwächeren Leistungen hat der Wechsel nichts zu tun», sagt Flück.

Die Saison 2018 war enttäuschend verlaufen. Immer wieder lief er ähnliche Zeiten, blieb aber mit einer Bestmarke von 47,51 mehr als acht Zehntelsekunden über jenen 46,63, mit denen er sich 2016 für die EM in Amsterdam qualifiziert hatte. Ursache der Form-Baisse war eine Kniesehnenentzündung, die er durch die Saison schleppte. «Im Nachhinein hätte ich drei, vier Wochen Pause machen und dann wieder einsteigen sollen», hat Flück eine wichtige Erkenntnis für die Zukunft gezogen.

Mehr Qualität

Beim Auffahrtsmeeting in Langenthal startete der Langsprinter erst über 600 m und stellte in 1:18,66 eine persönliche Bestleistung auf. Eine Stunde später trat er über 300 m an und war mit der Zeit von 34,02 ebenfalls zufrieden. Der Doppelstart diente einerseits als Härtetest. Dazu will Flück ausloten, ob ein Wechsel auf die 800-m-Strecke für ihn eine Möglichkeit sein könnte. «Aber erst als Option für später», schränkte er gleich ein. Vorerst gilt das Augenmerk ganz den Rennen über 400 m.

Das Training unter Kappeler sei im Gegensatz zu jenem unter Ritter durch weniger Quantität, dafür mehr Qualität geprägt. «Häufig geht es um technische Details, um Automatismen», sagt Flück. Sein Laufstil habe sich verändert. Lief der Betriebsökonomie-Student zuvor eher mit Rücklage, zeichnen sich von Kappeler trainierte Athleten durch Vorlage und eine bestimmte Art der Armführung aus. «Ich bin daran, diesen Stil einzuüben», sagt Flück. «Dies macht das Training auch sehr interessant, ich erhalte die erwünschten neuen Reize.»

Spezieller Wettkampf

Ende Juni wird der 22-Jährige an den Europaspielen in der weissrussischen Hauptstadt Minsk teilnehmen. Die Leichtathletik-Wettbewerbe sind als Nationenwettkampf konzipiert, über die 400-m-Distanz wird eine gemischte Staffel aus Frauen und Männern laufen. «Es ist eine gute Möglichkeit, international antreten zu können», sagt Flück. «Man startet für das Team und nicht für sich, das macht es speziell.» Die WM im Herbst dürfte wohl kein Thema sein. «Ich bin jedoch überzeugt davon, dass ich mein Niveau von 2016 wieder erreichen kann», sagt der Emmentaler. Und dass er so zum Beispiel an der EM 2020 in Paris dabei sein kann.

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