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Ohne Probleme im Schneegestöber

Rund 300 Läuferinnen und Läufer nahmen am diesjährigen Kandersteger Volksskilauf teil. Reto Hammer und Jenny Adler Zwahlen sorgten für Berner Podestplätze.

Marco Spycher
Wie bereits im Vorjahr Zweiter: Der Zweisimmer Reto Hammer zeigte eine ansprechende Leistung.
Wie bereits im Vorjahr Zweiter: Der Zweisimmer Reto Hammer zeigte eine ansprechende Leistung.
Markus Grunder

Es schneite und windete den ganzen Tag: So haben es sich die Organisatoren des 48. Kander­steger Volksskilaufs nicht erhofft. «Dadurch entstand für uns –aber vor allem für die Läuferinnen und Läufer – ein grösserer Aufwand», sagte OK-Präsident Urs Niedhart. «Aber das Wetter können wir nicht beeinflussen, und am Schluss ist es für alle gleich.» Trotz den schlechten Bedingungen fanden rund 300 Läuferinnen und Läufer den Weg an den Start und somit mehr als im letzten Jahr.

Die Spitzenläufer legten auf der 21-Kilometer-Strecke eine gute Pace an den Tag. Bei den Männern bildete sich schnell eine Dreiergruppe mit Evgeny Klyukvin, Bruno Joller und dem Zweisimmner Reto Hammer. «Ich stellte mir während des Rennens die Frage: Soll ich es riskieren und versuchen, davonzuziehen?», schilderte Hammer. Er hatte das Risiko nicht eingehen wollen. Anders sein Konkurrent Klyukvin: Der Russe wagte es und siegte mit einer Zeit von 58:37 souverän vor Hammer. Joller wurde Dritter.

Routiniers setzten sich durch

Für Hammer resultierte also wie im letzten Jahr der zweite Rang. «Natürlich hätte ich dieses Jahr gerne gewonnen. Im nächsten Jahr bin ich sicher wieder am Start und hoffe, dass es mit dem Sieg klappt», sagte er. Der 26-Jährige wohnt wegen seines Studiums und der Arbeit in Bern. Noch vergangene Woche absolvierte er seine letzten Semesterprüfungen. Darauf lässt er seinen Erfolg am Kandersteger Volksskilauf zurückführen: «Ich konnte den ganzen Druck und den Stress der Prüfungen hinter mir lassen und völlig befreit laufen.» Wobei er sich bei diesen Verhältnissen nicht besonders wohl fühlte.

«Die garstigen Bedingungen lagen mir nicht, trotzdem zeigte ich – nicht zuletzt dank einem guten Ski – ein ordentliches Rennen.» Vor zwei Jahren startete er das erste und einzige Mal im Weltcup. Seither setzt er den Fokus wegen seinen schulischen und beruflichen Verpflichtungen auf die Volksskiläufe. Im vergangenen Winter sicherte er sich den Sieg in der Gesamtwertung. Wegen seines Studiums verpasste er diese Saison mehrere Läufe, wodurch er etwas zurückgebunden ist. Mit dem Resultat beim Kandersteger liegt er nun auf dem zweiten Zwischenrang. Die Mission Titelverteidigung ist für ihn noch im Gang.

Bei den Frauen lief die Biathletin Flurina Volken in einer eigenen Klasse. Die 25-Jährige nahm der Zweitplatzierten Claudia Schmid über zwei Minuten ab. Der Sieg war keine Überraschung. Volken war bereits fünfmal im Biathlonweltcup gestartet, und davon fuhr sie einmal in der Staffel in die Top Ten. Mit der Trimsteinerin Jenny Adler Zwahlen schaffte es ebenfalls eine Bernerin aufs Podest.

Die Routiniers liessen sich vom Wetter also nicht beirren und setzten sich wie erwartet durch.

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