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Pascal Rossel: 7 Spielsperren statt 10 Monate

Das Verbandssportgericht hat die Strafe von Pascal Rossel drastisch reduziert. Der Stürmer des EHC Thun wird nun nicht bis im Oktober gesperrt.

Thuns Stürmer Pascal Rossel muss vorerst aussetzen. Foto: Christian Pfander
Thuns Stürmer Pascal Rossel muss vorerst aussetzen. Foto: Christian Pfander

Für zehn Monate hatte der regionale Einzelrichter Westschweiz, Joel Vanvlaenderen, Thuns Pascal Rossel Mitte Dezember gesperrt. Der Stürmer habe am 17. November beim Spiel in Sierre einen 14-jährigen Nachwuchsspieler der Walliser mit Faustschlägen traktiert, urteilte Vanvlaenderen, der erst seit dieser Saison im Amt ist. Er taxierte das Vergehen als schweren Verstoss gegen die Sportlichkeit. Der Junior hatte sich nach Spielschluss vor der Garderobe der Thuner befunden.

Die Oberländer reagierten nach dem Urteil bestürzt und legten Rekurs ein. Statt von Schlägen sprachen sie von einem harmlosen Schubser. Das Verbandssportgericht argumentierte nun mit einer «Tätlichkeit mit einiger Intensität» und korrigierte die Strafe auf sieben Partien.

Entscheid ist definitiv

Die Thuner sind zwar mit der Sperre weiterhin nicht einverstanden. «Der Entscheid ist aber unanfechtbar und muss geschluckt werden.» Mehr liessen die EHC-Verantwortlichen sowie Rossel am Dienstag nicht verlauten.

Sierre wurde derweil wegen «mangelhafter Platzorganisation» gebüsst. Damit sind die gerichtlichen Auseinandersetzungen zwischen den Clubs beendet. Weil Rossel bereits eine Spielsperre abgesessen hat, bleiben noch sechs übrig, die in der Meisterschaft und in der Cup-Qualifikation verbüsst werden können.

Das bedeutet, dass Rossel dem Team von Trainer Christoph Schenk auch die ersten zwei Spiele im Playoff-Viertelfinal fehlen wird.

Fall bleibt dubios

Auch wenn das Verbandssportgericht die Sperre reduziert hat, bleibt vieles ungeklärt. Das 14-jährige Opfer hatte nämlich Thuns Raffael Lüthi als Täter identifiziert, als ihm drei verschiedene Fotos von EHC-Spielern mit ähnlichem Bartwuchs gezeigt wurden. Rossel gab sich freiwillig zu erkennen.

Der HC Sierre hat mehrere Zeugen aufgeboten, die von Faustschlägen berichteten, und dem Einzelrichter ein medizinisches Attest vorgelegt. Am Unterkiefer des Jungen hatte der Arzt «Symptome einer Aggression» festgestellt. Um den Verdacht der Befangenheit gar nicht aufkommen zu lassen, wird geprüft, in Zukunft solche Fälle vom jeweiligen Einzelrichter der nicht beteiligten Region beurteilen zu lassen.

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