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Potenzial für mehr

Der SC Lyss führt die Rangliste der 1.-Liga-Westgruppe derzeit an. Einem Aufstieg in die Swiss Regio League würden sich die Seeländer nicht verweigern.

Lyss jubelte auch nach dem Sieg gegen Valais Chablais II.
Lyss jubelte auch nach dem Sieg gegen Valais Chablais II.
Iris Andermatt

Der SC Lyss ist auf Kurs. Eine einzige Niederlage haben die Seeländer in der laufenden Saison kassiert, gegen Adelboden. Dem gegenüber stehen 13 Siege, der letzte am Samstag gegen Valais Chablais II. Das Team von Trainer Patrick Glanzmann nimmt den erhofften Spitzenplatz ein, auch in der veränderten Konstellation in der 1. Liga, wo Lyss neu in einer Gruppe mit den Westschweizer Teams anzutreffen ist. «Das Niveau ist höher als in der letzten Saison», sagt Trainer Patrick Glanzmann. Vor einem Jahr spielte sein Team noch in einer auf sieben Mannschaften geschrumpften Zentralschweizer Gruppe, die im letzten Frühling aufgelöst wurde.

Aufstieg ist keine Pflicht

Und schon stellt sich die Frage nach dem Aufstieg in die Swiss Regio League. In der Saison 2016/2017 hatte Lyss die sportlichen Kriterien für die Promotion in die damals neu geschaffene Liga erfüllt, verzichtete damals jedoch. Man wollte den finanziellen Mehraufwand für Auswärtsspiele in der ganzen Schweiz nicht auf sich nehmen. Mittlerweile hat sich die Situation in der 1. Liga wie erwähnt verändert, und im Seeland hat man erkannt, dass die höchste Amateurliga auch sportlich ein Ziel ist, das für ein Team mit einem derart gut besetzten Kader anstrebenswert sein kann.

«Das offizielle Ziel ist der Halbfinal», sagt Trainer Glanzmann, wohl wissend, dass ganz klar mehr möglich ist. Lyss ist ein Kandidat für die Promotion. Der Coach warnt jedoch: «Im letzten Jahr haben wir nicht einmal das Playoff in der Gruppe gewonnen.» Statt sich in der Endrunde mit Sierre um den Aufstieg zu duellieren – Wetzikon als dritter Teilnehmer hatte erklärt, nicht aufsteigen zu wollen –, scheiterte sein Team an Zuchwil Regio, das sich mittlerweile aus der 1. Liga zurückgezogen hat. Die Voraussetzungen, es diesmal auch in der Endphase besser zu machen, sind gegeben.

Das Kader umfasst routinierte Spieler wie Marco Müller, der von den Solothurnern nach Lyss zurückgekehrt ist, oder Bruno Blatter. Aber auch junge Akteure wie Fabio Mattioni und Colin Minder, die grosse Fortschritte gemacht haben. «Wir haben einen guten Mix aus Jungen und Routiniers», sagt Sportchef Joel Schwab. «Mit dieser Mannschaft ist vieles möglich.» Der Aufstieg ist jedoch keine Pflicht. «Wir wollen es sportlich und finanziell möglich machen, die Chance wahrzunehmen, wenn sie sich bieten würde», sagt Schwab.

Vertrag läuft aus

Noch unklar wäre jedoch, mit welchem Kader man in der Swiss Regio League spielen würde, auch läuft Glanzmanns Vertrag nur bis Ende Saison. Im Lauf des Dezember soll mit den Planungen für die kommende Saison begonnen werden. Der Coach liefert einen Denkanstoss, warum eine Promotion sinnvoll sein könnte. «Es ist nicht sicher, dass gute Elite-Junioren-Spieler in Zukunft in der 1. Liga spielen wollen. Vielleicht erachten sie den Schritt in eine höhere Liga als besser.» Aktuell wurden Dario Struchen und Kai Wyss ins Team integriert. Bei Ersterem handelt es sich um den Topskorer der Lysser Junioren-Top-Equipe, der zu Biel ins Elite-A-Team gewechselt ist. Auch in der 1. Liga hat der Nachwuchsstürmer bereits getroffen.

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