Rothorn auf aufsteigendem Ast

Der FC Rothorn hat bisher in der 2. Liga regional mit seinen Leistungen überzeugen können. 

Rothorns Manuel Hadorn (links) wird vom Spiezer Jonas Schäfer von den Beinen geholt.

Rothorns Manuel Hadorn (links) wird vom Spiezer Jonas Schäfer von den Beinen geholt. Bild: Walter Dietrich

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Beim FC Rothorn ist man entspannt. Nach zehn Spielen steht der Club auf dem vierten Rang. Das sah vor gut einem Jahr noch ganz anders aus. Damals schien es so, als fänden die Berner Oberländer einfach nicht aus der Negativspirale heraus. «Die Mannschaft ist näher zusammengerückt. Wir haben uns als Team weiterentwickelt», sagt der neue Cheftrainer Christian Lehmann, der im Sommer Antonio Secchi ersetzte.

Lehmann ist schon lange beim FC Rothorn, kennt viele Spieler gut und weiss, was es braucht, um auf dem Niveau der 2. Liga regional bestehen zu können. «In einer sehr kampfbetonten Liga braucht es Spieler, die physisch gut sind», weiss Lehmann, der hauptberuflich als Sportlehrer tätig ist.

Weniger Strafpunkte

Eine Entwicklung, die Lehmann besonders hervorheben möchte, sind die Fortschritte, die die Mannschaft charakterlich gemacht hat. Im Gegensatz zur letzten Saison hole man deutlich weniger Strafpunkte: «Wir haben uns besser im Griff, suchen nicht dauernd den Konflikt mit den Gegenspielern oder dem Schiedsrichter», sagt Lehmann.

Auch die Zusammensetzung der Equipe ist besser. Beim FC Rothorn wisse jeder Spieler um die Wichtigkeit des anderen. Besonders die Mischung aus jüngeren und erfahrenen Spielern sei wichtig. «Die Jungen wissen, dass sie von der Erfahrung der Älteren profitieren können, und die Älteren wissen, dass die Jungen die nötige Unbekümmertheit auf den Platz bringen, die es zum Erfolg braucht», konstatiert Lehmann.

Lieber bessere Gegner

Trotz dem sehr familiären Klima ist es für den FC Rothorn nicht einfach, gute Spieler nach Brienz zu locken. Darunter leidet die spielerische Qualität. Trotz einigen ehemaligen Junioren bei YB oder Thun wie Kevin von Bergen oder auch Goalie Manuel Hadorn, der in den letzten beiden Partien als Sturmspitze eingesetzt wurde, fehle dem FCR die nötige individuelle Klasse, damit er vor allem gegen schwächere Gegner bestehen kann. «Wir haben in Spielen gegen Mannschaften, die in erster Linie verteidigen, oftmals Mühe, die richtigen Ideen zu finden», sagt Lehmann, der deshalb lieber gegen Gegner spielt, die durch ihr Offensivspiel hinten die Räume aufmachen.

Gegen den Leader FC Spiez gelang den Brienzern am Samstag der Coup zwar nicht, dafür bewiesen sie Moral. In der 93. Minute schoss Abegglen noch den dritten Treffer der Oberländer zum 3:5-Endresultat. (Berner Zeitung)

Erstellt: 29.10.2018, 18:49 Uhr

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