Schlechtes Ende zum Jahresbeginn

Rotweiss Thun startete wieder in den Ligaalltag. Das Team von Peter Bachmann unterlag dem Leader LC Brühl mit 23:24, nachdem die Thunerinnen noch fünf Minuten vor Schluss in Führung gelegen waren.

Hart umkämpftes Spiel: Die Thunerin Kira Zumstein (am Ball) und ihre Teamkolleginnen unterlagen dem LC Brühl nur knapp. Foto: Manuel Zingg

Hart umkämpftes Spiel: Die Thunerin Kira Zumstein (am Ball) und ihre Teamkolleginnen unterlagen dem LC Brühl nur knapp. Foto: Manuel Zingg

Marco Spycher

Der erste Gegner im neuen Jahr hatte es für den DHB Rotweiss Thun gleich in sich. Mit dem LC Brühl gastierte niemand Geringeres als der Tabellenleader der NLA. Die St. Gallerinnen standen bislang ohne Niederlage da – und so blieb es auch nach dem Spiel in der mit 250 Zuschauern gut gefüllten Gotthelfhalle.

Nach der rund zweimonatigen Pause mussten sich die beiden Mannschaften erst einmal an den Ligaalltag gewöhnen. Der Start war harzig, mit vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten. Nachdem Rotweiss zwischenzeitlich mit vier Toren in Führung gelegen hatte, konnten die Spielerinnen von Brühl bis zur Halbzeit den Spiess zu ihren Gunsten drehen, und so führten sie 13:11.

Enttäuschter Trainer nach dem Spiel

Die Thunerinnen liessen den Kopf aber nicht hängen, kämpften munter weiter, drehten gar das Spiel und lagen noch fünf Minuten vor Ende in Front. Die Schlussminuten waren geprägt von Fouls, Emotionen und starken Paraden der beiden Torhüterinnen.

Als es eine halbe Minute vor Schluss unentschieden stand, konnte die Topskorerin von Rotweiss Lucia Weibelova – die auch in diesem Spiel wieder sieben Treffer erzielte – einen Angriff der St. Gallerinnen nur mit unfairen Mitteln stoppen und verursachte so einen 7-Meter-Wurf. Martina Goricanec liess sich nicht zweimal bitten und verwertete zum Schlussstand von 23:24 aus Thuner Sicht.

Für eine starke Leistung wurden die Thunerinnen nicht belohnt. Nach dem Spiel war der Rotweiss-Coach Peter Bachmann sichtlich enttäuscht. «Dieses Spiel dürfen wir einfach nicht verlieren. Wir konnten die Handbremse in den wichtigen Momenten nicht lösen, und Brühl nutzte dies eiskalt aus.»

Er äusserte sich auch kritisch gegenüber den Schiedsrichtern. «Uns wurden mehrere klare 7-Meter-Würfe verwehrt. Trotzdem müssen wir diese Niederlage auf unsere Kappe nehmen.»

Schwacher Angriff, starke Defensive

Die dreifache Torschützin in Diensten der Thuner, Milena Käslin, empfand dasselbe wie ihr Trainer, wollte aber auch die positiven Aspekte nicht vergessen: «Es war ein cooles Spiel, ein Hin und Her. Wir konnten unser Angriffsspiel zwar nicht wunschgemäss aufziehen, dafür waren wir in der Defensive mehrheitlich solide.»

Die spielerischen Mängel lagen laut Käslin jedoch nicht an der langen Pause. «Klar war am Anfang ein gewisser Respekt da, aber wir haben grundsätzlich gut ins Spiel gefunden.»

Morgen spielt Rotweiss im Cupviertelfinal gegen den unterklassigen LK Zug. In der Meisterschaft geht es in zehn Tagen gegen das Schlusslicht HSG Leimental weiter. Die beiden Partien sollten gemäss Papierform um einiges leichter werden als diejenige gegen den Leader.

Berner Zeitung

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