SCL muss das Powerplay verbessern

Beim Duell Langenthal gegen Kloten stehen sich das zweitstärkste und das zweitschwächste Team im Powerplay gegenüber.

Simon Sterchi und der SCL wollen im Powerplay wieder gefährlicher werden.

Simon Sterchi und der SCL wollen im Powerplay wieder gefährlicher werden.

(Bild: Marcel Bieri)

In früheren Spielzeiten war das Powerplay des SC Langenthal in der ganzen Liga gefürchtet. In der Spielzeit 2015/16 zeigten die Oberaargauer das stärkste Überzahlspiel der gesamten Swiss League mit einer Erfolgsquote von starken 24,7 Prozent. Ein Jahr später, im Meisterjahr, lag die Mannschaft in dieser Wertung immer noch auf Rang zwei, mit einer nur unmerklich geringeren Quote. Und in der vergangenen Saison war die Ausbeute mit 22,81 Prozent (erneut Rang zwei) ebenfalls vorzüglich.

Doch in der aktuellen Saison ist aus dem starken Powerplay der Langenthaler eher eine Art «Trauerplay» geworden. Mit lediglich 11,85 Prozent verfügt nur noch die junge Mannschaft der Ticino Rockets über einen noch harmloseren Wert als der SC Langenthal, während der heutige Gegner Kloten beispielsweise mit einem Wert von 25,0 Prozent über das zweitbeste Powerplay der Liga verfügt; nur noch der HC Ajoie ist dabei übrigens noch eine Spur effizienter als die Zürcher (25,95).

Sportchef Eichmann: «Eine Steigerung muss her!»

«Wir sind damit nicht zufrieden. Es würde uns helfen, wenn wir nur schon annähernd die Werte der Mannschaften aus dem Mittelfeld erreichen würden», sagt SCL-Sportchef Marc Eichmann. «Wir arbeiten seit längerem daran. Da muss eine klare Steigerung her. Wir wissen, wie wichtig das Powerplay in dieser Liga ist – es kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.»

Verbesserungen geschehen durch mehr Training oder durch Anpassen der Formationen. «Durch die Verletzungen ist das etwas ins Stocken geraten. Aber wir müssen einfacher spielen und dahin gehen, wo es wehtut. Das klingt nach Floskeln, aber genau darum geht es.» Es müsse weniger nach dem schönen letzten Pass gesucht werden. Langenthals Stürmer Simon Sterchi erläuterte erst vor wenigen Runden, dass es eine Sitzung mit allen Spielern gegeben habe, die im Powerplay eingesetzt werden. «Wir haben die nötige Qualität. Wir vereinbarten eine bestimmte Anzahl Tore, die wir erzielen möchten.»

Wieder mehr Treffer seit der Sitzung

Tatsächlich gelangen dem SCL seit dieser Sitzung mehr Treffer. Insgesamt sind es sechs Tore im Powerplay in den letzten sieben Spielen (davor lag der SCL zwischenzeitlich sogar auf dem letzten Platz). Begonnen habe das Malheur in den letzten Playoffs, erinnert sich Marc Eichmann. «Woran es liegt, wissen wir nicht. Wichtig ist aber, dass wir daran arbeiten und es sich verbessert.» Über viele Jahre war es beständig gut. «Es sind die gleichen Spieler, da fällt man manchmal in alte Muster zurück.» Diese waren gut, sind aber inzwischen von den Gegnern enttarnt. «Es braucht neue Lösungen.» Es werde aber immer besser, sagt etwa Hans Pienitz. Der Verteidiger der Langenthaler spielt zwar nicht im Powerplay. Er steht jedoch in der Boxplayformation, wenn die Überzahlsituationen in den Trainingseinheiten eingespielt werden. «Wir sind noch nicht auf unserem Top-Level. Aber die Hauptsache ist, dass es besser wird.»

Kein Kontakt zu Kissel und Van Guilder

Langenthal gegen Kloten ist für beide Mannschaften eine Standortbestimmung. Für den SCL nach der zuletzt durchzogenen Phase. Und für den EHC Kloten, weil die Zürcher inzwischen jede Mannschaft der Liga mindestens einmal geschlagen haben – bis auf Langenthal. Gegen das Berner Team konnte die Equipe aus der Fliegerstadt in der laufenden Saison noch keinen einzigen Punkt holen.

In Walliser Medien wurden die beiden Visp-Ausländer Dan Kissel und Mark Van Guilder mit dem SC Langenthal in Verbindung gebracht. «Wir sind nicht mit ihnen in Kontakt», dementiert jedoch Sportchef Marc Eichmann. Die beiden US-Amerikaner würden mit bald 32 und 35 Jahren beim SCL auch keine neue Ära einleiten.

Langenthaler Tagblatt

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