SCL trotzt dem Druck des Gegners

Nach einer 3:0-Führung muss Langenthal nochmals zittern, gewinnt jedoch gegen Kloten 3.2 und führt in der Serie 2:1.

Tom Gerber (links) erzielt im Liegen das 3:0, aller Einsatz der Klotener nützt nichts. Foto: Marcel Bieri

Tom Gerber (links) erzielt im Liegen das 3:0, aller Einsatz der Klotener nützt nichts. Foto: Marcel Bieri

Eine der grössten Mauern, die der SC Langenthal gegen den EHC Kloten zu überwinden hat, fehlte den Zürchern im Duell vom Mittwoch: Goalie Joren van Pottelberghe. Dieser fiel kurzfristig verletzt aus.

Zur Erinnerung: In der Qualifikation holte der EHCK in den ersten 19 Spielen nur 1,57 Punkte. Mit der Davoser Leihgabe van Pottelberghe wurde die Ausbeute auf 2,12 Zähler pro Runde gesteigert. Ohne diesen soliden Rückhalt wackelte die Hintermannschaft der Zürcher nun am Mittwoch erheblich.

Insbesondere bei den Gegentoren zwei und drei. Beim zweiten Treffer erwischte SCL-Stürmer Vincenzo Küng Keeper Tim Guggisberg mit einem Buebetrickli und dies nicht etwa ins nahe, sondern sogar ins entfernte Eck. Und dem 3:0 ging ein Abpraller und Hektik in der Abwehr der Gäste voraus.

«Wir sind froh, dass wir gleich zu Beginn Tore erzielen konnten», kommentierte Tom Gerber, der Schütze des dritten Treffers, den Spielverlauf. «Wir konnten mehr Chancen als im letzten Spiel kreieren. Dann wurden wir zu passiv, das darf nicht passieren.»

Aus dem Nichts

Während das Team aus der Flughafenstadt ein erhebliches Problem in der Defensive hat, steht der SC Langenthal genau auf dieser für einen Titelgewinn besonders wichtigen Position äusserst solide da. Mit Philip Wüthrich zählt das Berner Team auf den besten Schlussmann der gegenwärtigen Swiss-League-Playoffs.

In der Defensive zeigte sich der SCL grundsätzlich solide. Dass die Zürcher dennoch zu Beginn des dritten Drittels ins Spiel zurückkamen, war mit viel Glück verbunden: Ein scharfer Schuss wäre eigentlich am Gehäuse vorbeigezogen, doch der Puck prallte an das Bein von Nico Dünner und von dort in Tor.

Einmal freiwillig und einmal unfreiwillig war er somit der letzte Mann am Puck beim jeweils ersten Tor beider Teams. Weniger als eine Minute später traf der aufgerückte Kloten-Verteidiger Fabian Ganz aus mittlerer Distanz ins rechte, hohe Eck – aus dem Nichts heraus waren die Zürcher wieder da.

Angriffe überstanden

Getragen von einem lauten Publikum überstand die Mannschaft von Trainer Per Hanberg die nun folgenden, energischen Angriffswellen der Zürcher. «Obwohl wir auf Stefan Tschannen, Philipp Rytz und Giacomo Dal Pian verzichten mussten, konnten wir den Sieg landen», sagte Stürmer Simon Sterchi.

«Am Anfang waren wir nicht so im Match drin, doch nach dem 2:0 kamen wir zu dem Spiel, das wir spielen wollen. Zwar hatten wir dann das Messer am Hals, konnten den Vorsprung aber dennoch über die Runden bringen.»

Bereits am Freitag steht das nächste Duell auf dem Programm. Langenthal ist in Kloten in dieser Saison noch ungeschlagen. «Wir müssen härter und einfacher agieren», blickte Tom Gerber nach vorne. «Heute haben wir gesehen, dass wir auch gewinnen können, wenn wir nicht so gut spielen.»

Langenthal - Kloten 3:2 (2:0, 1:0, 0:2)

2641 Zuschauer. – Tore: 13. Dünner (Scheidegger, Leblanc) 1:0. 14. Küng (Kelly) 2:0. 37. Gerber 3:0. 42. Füglister (Harlacher) 3.1. 43. Ganz (Lehmann, Steiner) 3.2. – Strafen: Je 2-mal 2 Minuten.

Langenthaler Tagblatt

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