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Spezielles Ende für Huttwils Captain

Huttwil hat mit einem 4;3-Sieg nach Verlängerung die Playoff-Halbfinals in der Swiss Regio League erreicht. Der EHC Thun hätte jedoch beinahe ein viertes Spiel erzwungen.

Huttwiler Jubel: Das Team steht im Playoff-Halbfinal.
Huttwiler Jubel: Das Team steht im Playoff-Halbfinal.
Marcel Bieri

Von wegen einseitig. Thun konnte im Gegensatz zu den beiden vorangegangenen Spielen (1:6, 0:4) mit beinahe vier kompletten Blöcken antreten. Und war nicht gewillt, die Saison einfach so zu beenden. Selbst dann nicht, als die dritte Viertelfinalpartie halt doch auf die Seite des Favoriten aus Huttwil zu kippen schien. Yannick Lerch erzielte kurz vor Ende des zweiten Drittels das 2:0 für die Gastgeber.

Die Oberländer schafften jedoch die Wende, nutzten Fehler und Strafen des Gegners aus, gingen 3:2 in Führung. Dann jedoch zwei Weitschüsse, zwei Treffer. Erst der Ausgleich von Matthias Seematter 24 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, dann der Siegtreffer von Huttwils Captain Sven Nägeli in der 69. Minute.

Die Oberaargauer zogen doch mit 3:0 Siegen in den Playoff-Halbfinal ein. Diesen eröffnet Huttwil am 26. Februar mit einem Heimspiel. Setzt sich Valais Chablais im Viertelfinal gegen Wiki-Münsingen durch, sind die Walliser die Kontrahenten. Bei einem Sieg der Aaretaler ist es der Sieger aus dem Duell Dübendorf - Basel.

Viele Verletzte

Thun hingegen sieht sich mit einem bitteren, weil sehr frühen Saisonende konfrontiert. Geprägt wurde die Saison vor allem durch viele verletzungsbedingte Abwesenheiten, zuletzt mussten die Oberländer oft mit nur drei Blöcken antreten. «Dies hat uns entscheidend geschwächt», bilanzierte Trainer Christoph Schenk. Dennoch gelang es seinem Team, die Playoffs als Siebter souverän zu erreichen. Daher konnte Schenk ein einigermassen positives Fazit ziehen.

«Es ist nicht selbstverständlich, dass wir die Playoffs erreicht haben», meinte er. «Vom Budget her sind wir am unteren Ende der Swiss Regio League anzusiedeln. Und die Spitzenclubs sind in dieser Saison viel stärker geworden.» Kritisch bewertete Schenk den Saisonstart. «Der müsste besser sein», sagte er. Und wünscht sich mehr Leistungskonstanz von seinem Team; Thun gewann fünfmal hintereinander, hatte aber auch eine Serie von vier Niederlagen in Folge zu verzeichnen.

Weniger Verletzungspech könnte dabei helfen. «Heute hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir fast komplett antreten können», sagte Schenk nach dem samstäglichen Ausscheiden. Für die nächste Saison sollte das Team in grossen Teilen unverändert bleiben.

Zum Studium nach Italien

Zu Ende ist die Saison auch für Huttwils Captain Sven Nägeli. Obwohl das Eishockeyjahr für sein Team noch weitergeht. Der 26-jährige Stürmer verabschiedete sich mit einem Siegtreffer; ab Montag absolviert er im Rahmen seines Studiums der Lebensmittelwissenschaften ein Auslandsemester im italienischen Padova und kann nicht mehr mittun.

«Es ist eine spezielle Situation», sagte Nägeli. «Ein solches Semester absolviert man jedoch nur einmal im Leben, und ich wusste seit einem Jahr, dass jetzt der richtige Zeitpunkt dafür ist.» Die Mannschaft habe er bereits zu Beginn der Saison darüber informiert. «Es wird ungewohnt sein, das Geschehen nur noch aus der Ferne zu verfolgen», sagte er. Im Sommer wird Nägeli in die Schweiz zurückkehren und die Vorbereitung auf die Saison 2019/20 mit den Huttwilern in Angriff nehmen.

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