Talente an den Profifussball heranführen

Fussball

Thun II kam in der gegen Freiburg nicht über ein torloses Remis hinaus.

Der Thuner Hiran Ahmed (Mitte) bleibt hängen.

Der Thuner Hiran Ahmed (Mitte) bleibt hängen.

(Bild: Markus Grunder)

Die jungen Oberländer deuteten ihr Potenzial in der 2. Liga interregional zwar auch am Samstag im Heimspiel gegen Freiburg an, mussten sich aber schliesslich doch bereits zum zweiten Mal mit bloss einem Punkt begnügen.

Sie fanden zwar gegen den defensiv eingestellten und oft destruktiv agierenden Gegner in der ersten Halbzeit noch kein Rezept, aber nach der Pause bekamen sie Spiel und Gegner immer besser in den Griff. Und sie erarbeiteten sich auch einige erstklassige Torchancen. Bei den besten Möglichkeiten traf aber Ahmed Hiran nur die Latte (61.) und den Pfosten (73.) beziehungsweise konnte ein Freiburger den längst fälligen Thuner Führungstreffer auf der Linie verhindern (84.).

Und als der eingewechselte Floriant Zubaku zu Beginn der Nachspielzeit einen weiteren Matchball knapp neben das Gästegehäuse setzte, war die Frustration bei den Oberländern gross – zumal sie sich bislang gerade in der Offensive als äusserst effizient bewiesen hatten.

Grosse Konkurrenz

Die Enttäuschung über die Relegation aus der 1. Liga Ende letzter Saison haben die Oberländer dagegen längst weggesteckt. Trainer Gian-Luca Privitelli, der seine zweite Saison in Angriff genommen hat, kann der neuen Ausgangslage sogar Positives abgewinnen. «Unsere junge Mannschaft wird diese Saison in den meisten Partien der Favorit sein, wird also das Spiel gestalten und in der Offensive Kreativität beweisen müssen.» Tugenden also, die in der höheren Spielklasse weniger zum Tragen kamen. «Und meine Akteure können dies auch und haben dies selbst im Freiburg-Spiel bewiesen.»

Trotz dem Punktverlust sind die Perspektiven für einen sofortigen Wiederaufstieg weiterhin intakt. Die Konkurrenz in der Gruppe 2 ist allerdings gross, und nicht nur beim weiterhin verlustpunktfreien Düdingen, gegen das die Thuner nun Ende Monat zu Hause unter Zugzwang stehen werden, wird ebenfalls die Promotion angestrebt.

Privitelli hält allerdings fest, dass für seine Mannschaft eigentlich so oder so nicht die sportlichen Erfolge im Vordergrund stehen. «Unsere Hauptaufgabe ist es, die Entwicklung der jungen Akteure zu fördern und sie an den Profifussball heranzuführen», umreisst er seinen Auftrag. Da sich der FC Thun beim Nachwuchs keinen Profibetrieb leisten könne, bewundere er nicht zuletzt den Willen und den Ehrgeiz dieser jungen Fussballer, die alle in der Ausbildung stecken oder einem Broterwerb nachgehen und kaum Freizeit hätten.

Auf dem Sprung

Umso schöner sei es deshalb, wenn dem einen oder anderen der Sprung in die erste Equipe gelinge. Auf diese Saison hin schafften dies gleich vier Akteure. Der erst 18-jährige Uros Vasic kam am Sonntag gegen Sion bereits zum vierten Mal im Team von Marc Schneider zum Einsatz, und Justin Roth (19) sass bisher ebenso oft auf der Bank. Goalie Nino Ziswiler (20) dagegen stehen noch zwei Konkurrenten vor der Sonne, während Pechvogel Levin Wanner (20) nach seiner Beförderung an Pfeiffer’schem Drüsenfieber erkrankt ist und bis auf weiteres ausfällt.

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