Viel erlebt, aber noch lange nicht alles gesehen

Marko Dangubic ist beim 2:1 des FC Breitenrain gegen Sion II zum Matchwinner avanciert.

Der Matchwinner gegen Sion II in Aktion: Breitenrains Stürmer Marko Dangubic (rechts).

Der Matchwinner gegen Sion II in Aktion: Breitenrains Stürmer Marko Dangubic (rechts).

(Bild: Stefan Wermuth)

Marco Spycher

Beim Gang zur Garderobe empfindet Marko Dangubic vor allem eines: Erleichterung. Einerseits, weil der FC Breitenrain soeben den FC Sion II mit 2:1 bezwungen und sich damit im Strichkampf etwas Luft verschafft hat. Andererseits wegen seines Doppelpacks, das der Stürmer geschnürt hat. «Endlich ist der Knopf aufgegangen», sagt er.

Auch sein Trainer Martin Lengen zeigt sich nach Spielschluss zufrieden mit dem Resultat. «In der Vergangenheit haben wir solche Spiele immer verloren. Es tut gut, zu sehen, dass solche Partien auch zu unseren Gunsten kippen können.» Bereits im Sommer hat Lengen geahnt, dass dem FCB eine schwierige Saison bevorstehen wird. «Wir hatten viele Wechsel in der Offensive und haben nun mit einem Altersdurchschnitt von 23 Jahren ein junges Team. Dazu kamen zu Beginn der Saison einige Absenzen. Wir brauchen Geduld», meint der Trainer.

Geduld, das trifft es ziemlich gut. Nach dreizehn Runden steht Breitenrain erst bei 13 Punkten, zwei Zähler fehlen auf einen Abstiegsplatz. Umso wichtiger ist deshalb der Sieg gegen die Walliser. Zu Matchwinner Dangubic meint Lengen: «Er lebt den Fussball auf dem Platz, er ist impulsiv. Das gefällt mir.»

Dangubic wechselte im Sommer von der YB-U-21 zum FCB. Der Stürmer hat in seiner Karriere schon einiges erlebt. In der Saison 2016/2017 wechselte der damals 20-Jährige leihweise zum FC Wohlen, in der darauf folgenden Saison zum FC Schaffhausen. Er kam auf 35 Einsätze in der Challenge League, traf dabei viermal. Das nächste Engagement war beim FC Köniz in der Promotion League, ehe er zur U-21 der Young Boys zurückkehrte, wo er bis zu diesem Sommer spielte und mit sechs Treffern in zwölf Partien auf sich aufmerksam machte. Bereits im Frühling sicherte sich der FC Breitenrain die Dienste des 23-jährigen Jusstudenten für diese Saison. Im Wissen, dass es wohl nicht seine letzte Station sein wird.

Denn der Mittelstürmer sagt überzeugt: «Ich will nochmals angreifen, und ich denke, dass hierfür Breitenrain das richtige Pflaster für mich ist.» Er strebt ein weiteres Engagement in der Challenge League an, und der Traum von der Super League ist auch noch nicht vom Tisch. «Ich werde alles versuchen», sagt er und ergänzt: «Gerade als Offensivkraft kann es schnell gehen.» Er erwähnt Dejan Sorgic, der vom FC Schaffhausen über den SC Kriens zum FC Thun gelangte. Oder Christian Fassnacht, der innert dreier Saisons vom Erstligisten FC Thalwil bei den Berner Oberländern Platz fand. Oder Renato Steffen, der ebenfalls vom Erstligisten FC Solothurn nach Stationen bei Thun, YB und Basel schliesslich in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg landete. Beispiele gibt es viele, ob Dangubic das nächste ist, wird die Zukunft zeigen.

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