Vier Tore Differenz und ein neuer Spieler

Der BSV Bern besiegt Pancevo 28:24 und engagiert Nikola Isailovic.

Nikola Isailovic begab sich ab und zu auch in den Angriff.

Nikola Isailovic begab sich ab und zu auch in den Angriff.

(Bild: Manuel Zingg)

Reto Pfister

Nikola Isailovic spielt aktuell dort, wo er gerade gebraucht wird. Fest unter Vertrag steht er nirgends mehr. Im September verpflichtete ihn der RTV Basel für kurze Zeit, seit Sonntag ist er beim BSV Bern spielberechtigt. Eine perfekte Lösung für den 33-jährigen Serben, der von Wacker Thun 2012 in die Schweiz geholt worden ist.

Längst ist er hier heimisch geworden, wohnt mit seiner Frau und den zweijährigen Zwillingstöchtern in Zollikofen, arbeitet zu 100 Prozent für eine Unternehmung, die Isolationen von Leitungen herstellt.

«Als mich der BSV anfragte, nahm ich das Angebot gerne an.»Nikola Isailovic

Handball ist seine Leidenschaft geblieben, auch wenn er nicht mehr Profi ist. «Als mich der BSV anfragte, nahm ich das Angebot gerne an», sagt Isailovic. Er soll vor allem mithelfen, die Defensive der Berner zu stabilisieren, vorerst ist sein Engagement auf einen Monat beschränkt.

Mehr Vorsprung möglich

Isailovics erstes Spiel für den BSV war eines gegen ein Team aus seinem Geburtsland. Die Challenge-Cup-Partie gegen Dinamo Pancevo aus Serbien stand an und damit die Begegnung mit dem früheren Berner Spielmacher Uros Mitrovic. Dieser kam über fast die gesamten 60 Minuten zum Einsatz, demonstrierte sein nach wie vor grosses Spielverständnis, war allerdings nur wenig torgefährlich.

In der Startphase schien es, als würde Mitrovic zu überhaupt keinem Faktor in dieser Partie werden. Die Gastgeber dominierten gegen fehlerhafte Serben nach Belieben, spielten ihre Tempovorteile aus und gingen rasch 5:0 und 6:1 in Führung. Sie verloren danach allerdings ihre Linie und liessen den Gegner zurück ins Spiel.

Pancevo verteidigte kompakt und brachte den BSV bis in die 50. Minute immer wieder in Bedrängnis, zeitweise konnten die Gäste das Resultat gar ausgeglichen halten. Erst in den letzten 10 Minuten bekam das Heimteam das Geschehen wieder in den Griff und schoss einen 28:24-Vorsprung heraus, der den BSV mit einem kleinen Vorteil zum Rückspiel in einer Woche in den Belgrader Vorort fahren lässt.

«Wir waren leider zwischendurch nicht so kompakt und haben dem Gegner einige Tore ermöglicht, die nicht hätten fallen müssen», fasste Isailovic das Spiel zusammen.

Fast zu einfach

Eine herausragende Partie lieferte auf Berner Seite der zehnfache Torschütze Simon Getzmann ab. Das Spiel mit vielen Gegenstössen war massgeschneidert für den schnellen Flügel, der zudem auch die Siebenmeter seines Teams ausführt. «Am Anfang ging es fast zu einfach, man konnte meinen, dass der Gegner doch nicht so stark ist wie erwartet», kommentierte er den wechselvollen Spielverlauf.

Es habe danach einige Fehler gegeben. «Da merkte man auch, dass wir viele Junge im Team haben», sagte Getzmann. Wichtig sei es nun, im Rückspiel ruhig zu bleiben und sich nicht vom gegnerischen Publikum beeindrucken zu lassen.

Tipps, wie die Atmosphäre in der Halle sein wird, können beim BSV einige geben. Trainer Aleksandar Stevic, der in Pancevo einige Verwandte und Freunde im Publikum antreffen wird. Oder auch Nikola Isailovic.

BSV Bern - Pancevo 28:24 (15:13)

590 Zuschauer. – SR Hannes/Hannes (GER). – BSV Bern: Tatar/Rosenberg; Eggimann (3), Schneeberger (1), Kaleb (2), Getzmann (10/6), Kusio (5), Spinola (1), Gerlich (1), Strahm, Rohr (2), Arn (3), Isailovic. – Ohne Baumgartner, Mühlemann, Weingartner (alle verletzt).

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