Wacker ein bisschen stärker – aber deutlich schwächer

Ein minimal verbessertes Wacker Thun unterliegt in Schaffhausen 25:33.

Unzufrieden: Wacker-Trainer Markus Rubin.

Unzufrieden: Wacker-Trainer Markus Rubin.

(Bild: Patric Spahni)

Adrian Horn

Wacker gewinnt am 17. März den Cupfinal! Wenn denn stimmt, was oft gesagt wird: dass auf eine missglückte Hauptprobe eine überzeugende Vorstellung folgt.

25:33 verloren die Thuner drei Wochen vor dem Wiedersehen in Gümligen gegen die Kadetten. Es war der dritte ungenügende Auftritt in Folge.

Viele Gegentreffer, wenig Torschützen

Erkenntnisse lieferte die Darbietung der Berner Oberländer in Schaffhausen nicht. Sie bestätigte vielmehr den Grossteil der Eindrücke, die man in den vorangegangenen Partien gewonnen hatte. Zum zweiten Mal in Serie kassierte der Meister 33 Tore, zum vierten Mal de suite über 26. Es ist gerade nicht besonders schwierig, gegen Wacker Treffer zu erzielen. Oftmals reicht hierfür, einen Zweikampf mittels simpler Täuschung für sich zu entscheiden. Die Thuner wirken bemüht, aber wenig explosiv, mitunter gar ein bisschen träge. Das Defensivkonzept: Es geht momentan nicht auf.

Begonnen hatten die Gäste sehr gut. Sie führten 4:1 und gerieten erst nach einem Viertel Spielzeit in Rückstand. In der Folge waren die Nordostschweizer eine Klasse besser. Nach 40 Minuten hatten mit dem exzellenten Nicolas Raemy und dem mehr als ordentlichen Ivan Wyttenbach lediglich zwei Thuner mehr als ein Tor geworfen. Reto Friedli und vor allem Jonas Dähler setzten danach einige Akzente. Die andern vermochten selten in Erscheinung zu treten. Der Däne Phillip Holm war kein einziges Mal erfolgreich, er wartet weiterhin auf seinen ersten richtig guten Match 2019. TV-Solothurn-Spieler Dario Lüthi, den die Oberländer vor der Partie gegen Pfadi mit einer Talentlizenz ausgestattet hatten, sodass sie zumindest bis Ende Saison auf ihn zurückgreifen können, zeigte erneut gute Ansätze, hält aber nach zwei Auftritten bei null Treffern.

Eine Teambesprechung hatte Coach Martin Rubin nach der deutlichen Niederlage gegen Winterthur angekündigt. Das half insofern, als der Einsatz aller stimmte und es anders als vor Wochenfrist keine Phase gab, in der die Thuner chancenlos waren. Die Probleme aber blieben im Wesentlichen bestehen. Kann der unverändert verletzte Nicolas Suter nicht mittun, fehlt ein entscheidendes Element.

Thuner Tagblatt

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt