Wiki und Huttwil in erster Instanz ohne Lizenz.

Unerfreuliche Post für Wiki-Münsingen und Huttwil. Den beiden MSL-Clubs wurde in erster Instanz die Spielberechtigung für die Saison 2019/20 verweigert. Die Vereine werden Rekurs einlegen.

Wiki-Münsingen kann nicht genug finanzielle Reserven ausweisen, und erhält vorerst keine Lizenz.

Wiki-Münsingen kann nicht genug finanzielle Reserven ausweisen, und erhält vorerst keine Lizenz.

(Bild: Iris Andermatt)

Reto Pfister

2017 wurde die MSL als dritthöchste Spielklasse im Schweizer Eishockey ins Leben gerufen, und es gab gleich die ersten Diskussionen um die Spielberechtigung einer Mannschaft. Neuenburg wurde wegen administrativen Versäumnissen erst suspendiert, später dann doch zugelassen. Damit vor der Saison bereits Klarheit über die Teilnahme der Teams herrscht, wurde darauf ein Lizenzierungsverfahren entwickelt, das in diesem Jahr erstmals vollumfänglich angewandt wurde. Die Vereine mussten Anforderungen in Sachen Finanzen, Stadion und Nachwuchsarbeit erfüllen.

In den letzten Tagen wurden die Bescheide versandt, für Wiki-Münsingen fiel dieser negativ aus. Dem Aaretaler Traditionsclub wurde in erster Instanz die Lizenz verweigert. Das Problem ist, dass bei Wiki zwar die Saison vollumfänglich finanziert ist, aber nicht so viele Reserven nachgewiesen werden konnten wie verlangt. Weitergehende Auskünfte erteilt Präsident Rolf Ryter mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht. "Wir werden Rekurs einlegen und sind zuversichtlich, dass wir in zweiter Instanz die Lizenz erhalten werden", sagt er. Wiki hat bis zum kommenden Mittwoch, 14. August Zeit, an die Rekurskommission zu gelangen.

Keine Auskünfte in Huttwil

Der Verband hat kommuniziert, dass zwei Vereine die Lizenz im ersten Anlauf nicht erhalten haben, jedoch nicht um welche. Beim zweiten Verein handelt es sich um Hockey Huttwil, was die Oberaargauer auf ihrer Webseite bestätigten. Allerdings waren von den Huttwilern keine näheren Auskünfte zu erhalten, ausser dass man ebenfalls Rekurs einlegen wird. Dir Rekurse werden von einer vierköpfigen Kommission behandelt, bestehend aus Jean-Marie Viaccoz, dem Vizepräsidenten Nachwuchs- und Amateursport der Swiss Ice Hockey Federation (SIHF) sowie den Regionalpräsidenten Harry-Louis Beglinger (Ostschweiz), Markus Andres (Zentralschweiz) und Philippe Raboud (Westschweiz). Sollte ein Verein die Lizenz definitiv nicht erhalten, dürfte er in der 1. Liga spielen.

Dafür müssten dann allerdings die Spielpläne angepasst werden. Um das in Zukunft zu verhindern, müssen die Clubs ab 2020 ihr Finanzjahr bereits am 30. April abschliessen. Die Hauptversammlungen der Vereine könnten dann im Mai, das Lizenzierungsverfahren im Juni durchgeführt werden.

Informationen am 20. August

Am Wochenende waren mehrere Stimmen zu hören, dass auch in diesem Jahr letztlich alle Mannschaften an der MSL-Saison 2019/20 teilnehmen können; Wiki und Huttwil in zweiter Instanz die Lizenz erhalten werden. Am 19. August tagt die Rekurskommission, am 20. August wird über die Entscheide informiert.

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