«Wir sind gut vorbereitet»

Sven Michel will mit Genf den Schweizer-Meister-Titel gewinnen.

Spielt neu im Genfer Team: Sven Michel (rechts) mit Valentin Tanner.

Spielt neu im Genfer Team: Sven Michel (rechts) mit Valentin Tanner.

(Bild: SCA)

Am Samstag beginnt in Thun die Schweizer Meisterschaft. Sven Michel, freuen Sie sich als Interlakner besonders auf diesen Wettkampf? Ja, sehr sogar, das ist wirklich fast ein Heimspiel. Nun können Verwandte und Kollegen mir beim Spielen zuschauen, ohne dass sie dafür eine grosse Reise auf sich nehmen müssen.

Die Ausgangslage ist klar: Genf ist die stärkste Mannschaft. Eigentlich können Sie und Ihre Kollegen nur verlieren… … Es gibt schon Konkurrenz, vorab mit Bern Zähringer werden wir auf einen starken Gegner treffen. Auch die anderen Teams könnten uns ein Bein stellen. Doch unser Ziel ist klar: Wir wollen in Thun gewinnen. Und wir sind gut vorbereitet und positiv, dass das klappen wird.

Sie spielen seit dieser Saison für Genf. Wie haben Sie sich in Ihrem neuen Team eingelebt? Sehr gut, wir haben viel Zeit zusammen verbracht, nahmen an diversen Turnieren im Ausland teil. Nur mit der Sprache ist es noch etwas schwierig, wobei es schon besser geworden ist.

Müssen Sie Französisch sprechen? Ja, so viel wie möglich. Aber meine Teamkollegen verstehen alle Deutsch. Und wenn wir uns in beiden Sprachen nicht mehr zu helfen wissen, reden wir Englisch. Es ist sicher manchmal ­lustig, uns zuzuhören. Aber wir verstehen uns, und das ist ja die Hauptsache (lacht).

Als Skip hatten Sie in den letzten Jahren immer das letzte Wort. Nun spielen Sie auf Position 3. Was hat sich für Sie verändert? Ich muss wieder wischen, aber das bereitet mir Spass. Die Drei war schon immer meine Lieblingsposition. Und wenn es nötig ist, versuche ich mich immer noch taktisch einzubringen. Ich kommuniziere viel mit Valentin Tanner (Lead, die Red.) über das Wischen etwa und die Länge des Steins. Und ich versuche die Ausgangslage für Benoît Schwarz (Fourth, spielt die letzten beiden Steine, die Red.) so einfach wie möglich zu machen.

Der erste grosse gemeinsame Auftritt missriet allerdings mit Rang 6 an der EM. Wie fiel die Analyse nach dieser Enttäuschung aus? Wir haben uns sicher mehr erhofft, hatten grosse Ziele. Klar, wir spielten erst zwei Monate zusammen. Und wir waren nicht schlecht, aber zu wenig konstant, hie und da gab es zu viele Fehlsteine, und so reichte es auf diesem Niveau nicht. Wir haben die Schlüsse daraus gezogen, viel an den Sachen gearbeitet, die an der EM nicht funktioniert hatten.

Berner Zeitung

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