Zwischen Erlösung und Traum

Unihockey Thun gewinnt gegen Ad Astra Sarnen 7:2 und steht im Cup-Viertelfinal.

David Simek erzielt das 3:0 für den UHC Thun.

David Simek erzielt das 3:0 für den UHC Thun.

(Bild: Patric Spahni)

Marco Spycher

«Endlich», denkt sich Thuns Trainer Hans-Roland Meyer nach dem 7:2-Erfolg gegen Ad Astra Sarnen im Cup-Viertelfinal. «Endlich haben wir es geschafft, über 60 Minuten zu überzeugen», sagt der Headcoach, nachdem er aus der Garderobe kommt. Die Erleichterung ist ihm wie auch der ganzen Equipe anzumerken.

Der UHC Thun blickt auf einen ernüchternden Saisonstart zurück: neun Spiele, vier Punkte, Tabellenrang elf. Aber dieses Thun, das in den vorherigen Partien meist den Start verschlafen hatte oder am Ende eingeknickt war, war im Spiel gegen Sarnen nicht wiederzuerkennen. Die Oberländer überzeugten mit einem reifen, abgeklärten Auftritt – dem wohl bislang besten in der aktuellen Spielzeit. «Wir sind diszipliniert geblieben und nie in Bedrängnis gekommen», erklärt Meyer den Sieg.

Ein Sieg für die Moral

Thun ging bereits nach fünf Minuten in Führung, zu Spielhälfte stand es 3:0. Und auch als Sarnen kurz vor der zweiten Drit-telspause der Anschlusstreffer gelang, blieb Thun «cool», wie es Torhüter Sven Körner ausdrückt. «Wir durchleben gerade einen Steigerungslauf von Spiel zu Spiel, die Mannschaft muss sich nach dem Umbruch vom Sommer erst einmal finden.» So blieb auch der zweite Treffer Sarnens zum 2:5 ohne Folgen, der Tscheche Jan Rehor traf gar noch zweimal ins verlassene Tor. Die Qualifikation für den Viertelfinal war damit Tatsache.

«Das ist sicherlich ein kleiner Erfolg für uns und tut unserer Moral und unserem Selbstvertrauen gut», sagt Körner. Bereits letztes Jahr hat Thun den Sprung in den Viertelfinal geschafft – damals bekam es die Equipe mit Malans zu tun. Die Oberländer erlebten ein Spiel zum Vergessen, verloren 4:10.

Dieses Jahr soll es mit der ersten Halbfinalqualifikation in der Geschichte des Vereins klappen. «Dafür brauchen wir auch etwas Losglück», meint Meyer. Die Auslosung geht heute Dienstag über die Bühne. Mit Basel Regio und Thurgau sind noch zwei NLB-Mannschaften und damit machbare Aufgaben dabei. «Der Cup ist der kürzeste Weg, einen Titel zu holen», sagt Körner mit einem Schmunzeln.

Beo bereits ausgeschieden

Weniger gut lief es den Frauen von Unihockey Berner Oberland. Sie gingen auswärts bei Piranha Chur zwar noch in Führung, in der Folge brachten sie allerdings keinen Treffer mehr zustande. Dank vier Toren im Schlussdrittel gewann Chur 5:1.

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