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Rückblick 1938: Bickel, der echteste Stürmer

GC-Stürmer Alfred "Fredy" Bickel war erst 20 Jahre alt, als er 1938 in Frankreich seine erste von zwei Weltmeisterschaften bestritt. Es war der Beginn einer grossartigen Karriere.

Dem 16er-Feld in Frankreich gehörten nur drei nichteuropäische Mannschaften an - Brasilien, Kuba und Niederländisch Indien, das heutige Indonesien. Schliesslich spielten nur 15 Teams, weil die Nazi-Führung beschlossen hatte, als Grossdeutschland mit einer deutsch-österreichischen Mannschaft anzutreten. So blieb Österreichs Platz frei.

Gegen ebendieses Grossdeutschland musste die Schweiz in den Achtelfinals antreten. Der Match in Paris endete 1:1 nach Verlängerung, sodass ein Wiederholungsspiel nötig wurde. Dort lagen die Schweizer nach 22 Minuten 0:2 zurück. Fredy Bickel schaffte nach 64 Minuten den Ausgleich, bevor André Abegglen mit zwei Tore für die Sensation sorgte. In den Viertelfinals schied die Schweiz gegen die Ungarn 0:2 aus, die später im Final Italien 2:4 unterlagen.

Fredy Bickel war fortan eine Stütze der Schweizer Nati, für die er in 71 Spielen 15 Mal traf. Er war der vielleicht "echteste" Stürmer der Schweizer Fussballgeschichte überhaupt. Abwehrarbeit jeglicher Art interessierte ihn nicht. "Ich blieb immer vorne", sagte er in einem Interview nach der Karriere. "Meine Arbeit war das Toreschiessen. Für das andere mussten die anderen schauen."

Bickel war auch ein Sinnbild für Konstanz und Klubtreue. Sein Verein waren von 1935 bis 1956 immer die Grasshoppers. Als er seine Karriere beendete, war er mit 202 (!) Toren NLA-Rekordtorschütze und hatte unzählige Titel gewonnen. 1999 starb der Zürcher im Alter von 81 Jahren.

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