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SCB für verpasste Chancen bestraft

Der Meister befindet sich in Rücklage. Die Kloten Flyers siegten in der PostFinance-Arena 3:2 nach Verlängerung gegen Bern und schafften damit das Break.

Kurz nachdem in der Verlängerung ein harter Schuss von Berns Topskorer Christian Dubé am rechten Pfosten des Gehäuses von Ronnie Rüeger vorbeigestrichen war, lancierten die Klotener einen ihrer charakteristischen Konter. Rasch, schnörkellos und präzis: Steve Kellenberger leitete ein Idealzuspiel aus der eigenen Zone direkt weiter und Center Michael Liniger zog vor Marco Bührer und vollendete im zweiten Anlauf (65.).

Zu Beginn des Schlussabschnitts war Bern dem 3:1 und damit der Vorentscheidung wiederholt sehr nahe gewesen, Ronnie Rüeger verhinderte aber mit geglückten Interventionen den Torjubel der SCB-Fanwand. Sein Gegenüber agierte dann weniger souverän: Marco Bührer liess einen mittelmässig gefährlichen Schuss von Klotens Topskorer Tommi Santala auf der Stockhandseite passieren (49.). Weil Bern danach auch bei zwei Powerplays mehrheitlich ideenlos anrannte und Schiedsrichter Kurmann einem vermeintlichen Treffer von Ivo Rüthemann zwei Minuten vor Schluss nach Videokonsultationdie Anerkennung versagte, musste die Overtime die Entscheidung bringen.

Kloten setzte sehr stark auf eine kompakte Abwehr und erhielt dann Schützenhilfe durch Bern: Zuerst geriet der SCB wegen zu vielen Spielern auf dem Eis in nummerische Unterzahl, danach leistete sich Déruns ein Beinstellen in der neutralen Zone. Der ohnehin starke Félicien Du Bois liess sich nicht zweimal bitten und traf mit einem Distanzschuss zur Führung.

Gegen Ende des Mittelabschnitts und nach einigen animierten Intermezzi drehte Bern an der Temposchraube. Die Belohnung folgte alsbald: Kloten geriet mehr und mehr in Schieflage und bei einer Strafe gegen Benjamin Winkler dauerte es nur sechs Sekunden, ehe der enorm wertvolle Lee Goren einen Abpraller nach Distanzschuss von Travis Roche übernahm und einschoss. Nicht einmal drei Zeigerumdrehungen später führte der Meister erstmals in der Serie: Nach einem starken Einsatz von Tristan Scherwey, der innert weniger Sekunden zwei dezidierte Körperchargen anbrachte, traf Etienne Froidevaux: Der 21-Jährige aus Biel verzögerte geschickt den Abschluss, bis Rüeger am Boden war und schob dann geschickt ein.

Bern - Kloten 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:1) n.V.

PostFinance-Arena. - 16131 Zuschauer. - SR Kurmann/Massy, Arm/Küng. - Tore: 18. Du Bois (Santala/Ausschlüsse Gardner, Déruns) 0:1. 35. Goren (Roche/Ausschluss Winkler) 1:1. 38. Froidevaux (Reichert, Roche) 2:1. 49. Santala (Bieber) 2:2. 65. (64:39) Liniger (Kellenberger) 2:3. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Bern, 9mal 2 plus 10 Minuten (Bell) gegen Kloten. - PostFinance-Topskorer: Dubé; Santala.

Bern: Bührer; Roche, Furrer; Jobin, Kwiatkowski; Beat Gerber, Krueger; Stettler; Gardner, Plüss, Rüthemann; Goren, McLean, Reichert; Berger, Dubé, Déruns; Neuenschwander, Froidevaux, Scherwey.

Kloten: Rüeger; Du Bois, Blum; Winkler, Sidler; Welti, Von Gunten; Bieber, Santala, Luomala; Stancescu, Liniger, Bell; Bodenmann, Lemm, Rintanen; Jacquemet, Walser, Kellenberger.

Bemerkungen: Bern ohne Vigier (verletzt), Meier, Gamache, Hänni, Roland Gerber (alle überzählig); Kloten ohne Jenni, DuPont, Hamr, Hollenstein (alle verletzt).

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