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Schweizer müssen gegen Kanada Fehlerquote reduzieren

Für das Eishockey-Nationalteam werden die Hürden am Olympiaturnier nicht kleiner. Nach dem 1:3 gegen die USA treffen die Schweizer heute auf Gastgeber Kanada (Nacht auf Freitag 01.30 Uhr MEZ).

Vor vier Jahren realisierten die Schweizer in Turin mit dem 2:0 über die kanadischen NHL-Stars eine der grössten Hockey-Sensationen aller Zeiten. Ist Ähnliches auch in Vancouver möglich? Coach Ralph Krueger: "Wir brauchen ein perfektes Spiel, um eine Chance zu haben. Am Dienstag gegen die USA gelang uns kein perfektes Spiel."

Auf der Mängelliste sammelten sich jede Menge Notizen an, die es bis zum Kanada-Spiel zu beheben gilt: Ralph Krueger stellte fest, dass seinem Team die Aggressivität fehlte und die Stürmer zuwenig gut waren. Captain Mark Streit monierte die vielen Scheibenverluste in der eigenen Zone, die es "absolut nicht leiden mag auf diesem Niveau". Hnat Domenichelli, der das Goal zum 1:3 zwar nicht selber schoss, es mit seiner Präsenz vor USA-Torhüter Ryan Miller aber ermöglichte, machte "mentale Fehler" aus, denn "wir spielten gut bis zum ersten Gegentor -- und neun Minuten später steht es 0:3 und die Partie ist verloren". Auch Jonas Hiller (21 Paraden) ging mit den Vorderleuten hart ins Gericht: "40 Minuten lang haben wir in der eigenen Zone planlos den Puck herum geschossen.

Eine Chance auf ein ansprechendes Resultat kriegen die Schweizer gegen Kanada nur, wenn sie ihre Fehlerquote markant reduzieren können -- insbesondere Fehlpässe und Scheibenverluste in der eigenen Zone werden von guten Teams bestraft. Gegen die USA fielen zwei der drei Gegentore nach derartigen Fehlern. Jonas Hiller: "NHL-Verteidiger sind zu gut, als dass man in der eigenen Zone blindlings Scheiben herum schiessen kann. Dadurch, dass die Angriffszonen länger sind als in Europa, verfügen die Verteidiger über mehr Zeit, die Befreiungsschläge abzufangen."

Angst, das letzte Turnier von Nationalcoach Ralph Krueger könnte "in die Hose gehen", hat vor dem zweiten Auftritt aber noch niemand. Nicht alles sei schlecht, das letzte Drittel sogar gut gewesen, so der breite Tenor im Schweizer Lager. Auch in Turin begann das Turnier mit einem 0:5 gegen Finnland bemühend, ehe die Sensationen gegen Tschechien (3:2) und Kanada (2:0) folgten.

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