Matthias Glarner: Ohne Kranz in die Wildnis

Der Meiringer war als Titelverteidiger in Zug angetreten – und gehörte am Ende zu den Pechvögeln. Nur ein Viertelpunkt trennte ihn vom Kranzgewinn.

Matthias Glarner kam erst am Sonntag in Schwung – zu spät.

Matthias Glarner kam erst am Sonntag in Schwung – zu spät.

(Bild: Christian Pfander)

Philipp Rindlisbacher

Am Samstag meinte Matthias Glarner: «Gott sei Dank ist dieser Tag zu Ende.» Nichts war für den Titelverteidiger gelaufen. Er schwang nicht gut genug, die Unparteiischen waren ihm im dritten Gang nicht wohlgesinnt, es schien alles gegen ihn zu laufen. Weit abgeschlagen war der Haslitaler nach halbem Pensum, er wirkte frustriert und ratlos.

24 Stunden später war beim 33-Jährigen noch immer Enttäuschung zu spüren. Aber auch Stolz. Weil er am Sonntag, begünstigt von nicht allzu prominenter Gegnerschaft, ohne Niederlage blieb, drei Gänge gewann. Den Kranz jedoch verpasste er um die Winzigkeit eines Viertelpunkts. Das perfekte Ende eines enorm steinigen Wegs seit dem Gondelsturz 2017 sei ausgeblieben, sagte Glarner.

Nach all den Anstrengungen in den letzten Wochen, dem Wettlauf mit der Zeit, wirkte Glarner ausgelaugt, auch in emotionaler Hinsicht. Denkbar ist, dass er in Zug seinen letzten Gang bestritt. Erst im Oktober will er über seine Zukunft informieren. Nun seien Ferien angesagt. Mit Freundin Claudia verreist er im Wohnwagen. Wohin? «Tief in die Wildnis.»

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