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Seine Zeit in Bern geht zu Ende

Marcel Lengacher tritt mit dem BSV Bern Muri im Playoff-Viertelfinal gegen seinen zukünftigen Verein Kriens-Luzern an. Der Innerschweizer verlässt Bern nach den anstehenden Playoffs.

Nicht mehr lange in der Bundesstadt: Marcel Lengacher blickt in eine Zukunft, die ihn bald ganz in die Innerschweiz führen wird.
Nicht mehr lange in der Bundesstadt: Marcel Lengacher blickt in eine Zukunft, die ihn bald ganz in die Innerschweiz führen wird.
Beat Mathys

Marcel Lengacher ist Luzerner, seit dem letzten Sommer wohnt er mit seiner Partnerin mittlerweile wieder dort. «Es hat schon in meinem Kopf herumgespukt, irgendwann auch wieder dort Handball zu spielen», sagt der 25-Jährige.

Ab der nächsten Saison wird dies der Fall sein, Ende Februar wurde der Wechsel des linken Flügels vom BSV Bern Muri zu den Innerschweizern bekannt. Ein anderer Verein sei nicht wirklich infrage gekommen. «Nochmals ein neues Projekt an einem anderen Ort in Angriff nehmen wollte ich nicht», sagt Lengacher.

Strategische Gründe

Ein neues Betätigungsfeld hat der Rechtshänder nicht aus eigenem Willen gesucht. In der Saison 2012/2013 war er erst als Trainingsgast zum BSV Bern Muri gestossen. Bei Kriens-Luzern waren zwei andere Spieler am linken Flügel gesetzt waren.

Als sich in Bern eine Chance auf dieser Position bot, ergriff Lengacher diese und etablierte sich rasch als verlässliche Kraft auf links aussen. Fünf Jahre später ist aus dem Maturanden ein angehender Jurist geworden, als Handballer ist er Stammspieler beim BSV, in der letzten Saison war er Captain.

Und dennoch wurde sein Ende Saison auslaufender Vertrag nicht mehr verlängert. Lengacher fiel der strategischen - auch finanziellen - Planung des Clubs zum Opfer. Diese ist vom Umzug in die neue Ballsporthalle geprägtTalente aus dem eigenen Nachwuchs sollen die Chance erhalten, sich längerfristig im NLA-Team zu etablieren, Und so entschloss man sich, fortan auf den Luzerner zu verzichten.

«Ich hätte mir gut vorstellen können, in Bern zu bleiben», sagt er. «Es gefällt mir hier, mit Trainer Aleksandar Stevic und den Mitspielern verstehe ich mich ausgezeichnet.» Er sei daher zuerst enttäuscht und überrascht gewesen, als man ihm eröffnet habe, dass man nicht mehr auf ihn setze.

«Mittlerweile stimmt die Situation für mich. Ich sehe es als neue Chance», sagt Lengacher. Weil sich die Möglichkeit zur Rückkehr in die Innerschweiz ergeben hat, wo ein Kaderplatz am linken Flügel frei war.

Ab heute spielt der Luzerner aber noch mit dem BSV gegen seinen zukünftigen Verein im Playoff-Viertelfinal. «Ich freue mich sehr darauf», sagt Lengacher. «Und ich will Kriens eliminieren. Wir haben bis jetzt eine gute Saison gespielt. Ein Scheitern in der ersten Playoff-Runde wäre eine grosse Enttäuschung.»

Sein Team sei in der Best-of-5-Serie auf Grund des bisherigen Saisonverlaufs eigentlich Favorit. Die Finalrunde schlossen die Berner als Vierte ab, der Gegner als Fünfter, und in der Mooshalle hat der BSV kaum Punkte abgegeben. «Im Playoff gibt es jedoch keinen Favoriten mehr», sagt Lengacher.

«Die Ausgangslage ist offen, es wird harte Fights geben und hoffentlich attraktiven Handball.» Sind die Berner erfolgreich, qualifizieren sie sich erstmals seit vier Jahren für einen europäischen Wettbewerb. Und treffen möglicherweise im Halbfinal auf Wacker Thun.

Ruhender Pol

Lengacher ist keiner, der sich auf dem Feld lautstark bemerkbar macht. «Es gibt genug Leute, die herumschreien, wenn es hektisch wird», sagt er. Als ruhender Pol in der Mannschaft könnte er in der Endphase seiner Zeit in Bern nochmals wichtig für den BSV werden.

«Die Playoff-Serie gegen Kriens-Luzern ist für mich ein Zückerchen», sagt Lengacher. «Mehr Motivation als meine aktuelle Situation kann es dafür nicht geben.»

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