Zum Hauptinhalt springen

Die Favoritin setzt sich durch

Ilka Stuhec ist Abfahrtsweltmeisterin. Die Schweizerinnen vermögen nicht in den Kampf um die Medaillen einzugreifen, sie enttäuschen.

Ilka Stuhec gewinnt die WM-Abfahrt der Frauen in St. Moritz.
Ilka Stuhec gewinnt die WM-Abfahrt der Frauen in St. Moritz.
Alexandra Wey, Keystone
Die Medaillenplätze: Stephanie Venier aus Österreich platziert sich hinter Stuhec, Lindsey Vonn freut sich über Bronze.
Die Medaillenplätze: Stephanie Venier aus Österreich platziert sich hinter Stuhec, Lindsey Vonn freut sich über Bronze.
JOE KLAMAR, AFP
Überzeugt: Michelle Gisin jubelt im Ziel zurecht. Mit einer hervorragenden Fahrt sichert sie sich einen Top-Ten-Platz.
Überzeugt: Michelle Gisin jubelt im Ziel zurecht. Mit einer hervorragenden Fahrt sichert sie sich einen Top-Ten-Platz.
Peter Schneider, Keystone
1 / 5

Die Slowenin Ilka Stuhec wurde in St. Moritz ihrer Favoritenrolle gerecht. Souverän gewann die 26-Jährige, die schon in den Trainings mit Bestzeiten überzeugt hatte, WM-Gold in der Abfahrt.

«Bin selber schuld»

Um 40 Hundertstel verwies Stuhec, in diesem Winter schon dreifache Abfahrtssiegerin im Weltcup, die überraschende Österreicherin Stephanie Venier auf Platz 2. Bronze sicherte sich die Amerikanerin Lindsey Vonn, die als 32-Jährige die älteste Fahrerin ist, die jemals eine WM-Medaille gewann. Die Schweizerinnen konnten den Ausfall von Lara Gut nicht kompensieren.

Die WM-Abfahrt brachte Fabienne Suter nicht die erhoffte erste Einzelmedaille an einem Grossanlass, sondern als Siebenter vielmehr ein weiteres Kapitel an ehrenvollen Platzierungen. Nach ihrem einzigen Einsatz an der Heim-WM ist die Schwyzerin, die schon 2003 im Engadin teilgenommen hatte, sowohl an Olympischen Spielen als auch an Weltmeisterschaften bei jeweils fünfmal Top-10-Platzierungen angelangt. Die Medaille, die nach den zwei 2. Plätzen in den Trainings durchaus in Reichweite schien, habe sie «ein weiteres Mal vergeigt. Ich bin selber schuld.»

Die 32-Jährige sprach davon, dass sie an den Tagen zuvor viel Zeit gehabt habe. «Da bin ich etwas nervös geworden. Doch am Renntag spulte ich mein normales Programm ab.» Auch erwähnte Suter, dass sie bei ihrer Fahrt in ein, zwei Kurven etwas tief geriet. «Aber sonst hatte ich das Gefühl, dass es einigermassen gepasst hat.» Konträr war die Gefühlswelt bei Michelle Gisin, die sich unmittelbar hinter Fabienne Suter eingereiht hatte. Die Obwaldnerin hatte mit der hohen Startnummer 28 eine starke Fahrt gezeigt.

Diese war zwar nicht ganz so gut wie zwei Tage zuvor bei ihrem Silbergewinn in der Kombination. «Ich bin aber trotzdem sehr zufrieden. Schon nur, dass ich zur WM-Abfahrt hatte starten dürfen, war für mich der Wahnsinn», sagte Michelle Gisin, die vor diesem Winter keine einzige Weltcup­abfahrt bestritten hatte.

Zwiespalt der Gefühle

Erfreut zeigte sich die jüngere Schwester von Abfahrtsolympiasiegerin Dominique Gisin auch davon, dass sie nach dem Erfolg in der WM-Kombination den Fokus für die Abfahrt hatte wiederherstellen können. Die 23-Jährige aus Engelberg wird sich die nächsten Tage der Erholung und dem Slalomtraining in Lenzerheide widmen, ehe am Samstag der WM-Slalom ansteht.

Jasmine Flury befand sich im Zwiespalt der Gefühle. Die 23-jährige Bündnerin ärgerte sich über den einen oder andern Fehler auf ihrer Fahrt zu Platz 12. «Aber gleichzeitig muss ich mir aber auch immer wieder vor Augen führen, wo ich vor dieser Saison gestanden bin.» Die in ihrer Karriere oftmals verletzte Flury bestritt vor ihren zwei Einsätzen im Engadin nur gerade neun Rennen seit Mitte April 2015.

Corinne Suter, die vierte Schweizerin, klassierte sich nur im 18. Rang.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch