Zum Hauptinhalt springen

Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro

Rio de Janeiro wird die Olympischen Sommerspiele 2016 durchführen.

Dies entschied das Internationale Olympische Komitee auf seiner Session in Kopenhagen. Die brasilianische 6-Millionen-Einwohner-Stadt siegte in der Endausmarchung mit 66:32 Stimmen gegen Madrid.

Trotz vielbeachteten emotionellen Auftritten von US-Präsident Barack Obama und seiner Gattin Michelle am Morgen vor den IOC-Mitgliedern schied Chicago bereits im ersten Abstimmungsdurchgang aus. Im zweiten Wahlgang blieb Tokio auf der Strecke.

Bei der Präsentation der vier Kandidaten hatte Rio de Janeiro das IOC aufgefordert, die Spiele 2016 erstmals nach Südamerika zu vergeben. Es sei Brasiliens Zeit, appellierte Präsident Luiz Inacio Lula da Silva an die IOC-Mitglieder. "Unter den zehn stärksten Wirtschaftsmächten der Welt ist Brasilien das einzige Land, das noch nie Olympia-Gastgeber war", meinte Lula.

Fussball-Legende Pele bekam bei seiner Vorstellung als Olympia- Botschafter Rios Szenenapplaus. Das mit 93 Jahren älteste IOC- Mitglied, Ex-FIFA-Präsident Joao Havelange, lud seine Kollegen ein, "2016 mit mir meinen 100. Geburtstag zu feiern."

Der unterlegene US-Präsident Obama hatte sein ganzes Charisma in die Waagschale geworfen, um das grösste Sportereignis der Welt in seine Heimatstadt zu holen. "Ich bitte Sie dringend, Chicago zu wählen. Ich bitte Sie dringend, Amerika zu wählen", sagte Obama und verbreitete in der bis auf seinen und den Auftritt seiner Frau eher emotionslosen Präsentation Optimismus: "Wir können es schaffen. Das ist nicht nur ein amerikanischer Traum, das ist der olympische Spirit." Vor ihm hatte Michelle Obama eine ebenso persönliche Ansprache gehalten. "Ist Sie nicht ein gutes Verkaufsargument?", scherzte Barack Obama über die First Lady.

Obama war als erster amtierender US-Präsident vor die IOC-Session getreten. Sein Blitzbesuch mit der Air Force One in Kopenhagen dauert nur viereinhalb Stunden, in denen er auch noch die dänische Königin Margarethe und Premierminister Lars Lokke Rasmussen traf.

Austragungsorte aller Sommerspiele: 1896 Athen. 1900 Paris. 1904 St. Louis. 1908 London. 1912 Stockholm. 1916 Berlin (ausgefallen wegen Krieges). 1920 Antwerpen. 1924 Paris. 1928 Amsterdam. 1932 Los Angeles. 1936 Berlin. 1940 Tokio (ausgefallen wegen Krieges). 1944 London (ausgefallen wegen Krieges). 1948 London. 1952 Helsinki. 1956 Melbourne. 1960 Rom. 1964 Tokio. 1968 Mexiko-Stadt. 1972 München. 1976 Montreal. 1980 Moskau. 1984 Los Angeles. 1988 Seoul. 1992 Barcelona. 1996 Atlanta. 2000 Sydney. 2004 Athen. 2008 Peking. 2012 London. 2016 Rio de Janeiro.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch