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Steigerungspotenzial im Angriff

Der BSV Bern Muri hat in der Viertelfinal­serie gegen Kriens-Luzern mit einer 18:21-Niederlage den Ausgleich hinnehmen müssen.

Gestoppt: Pedro Spinola (BSV, links) läuft auf.
Gestoppt: Pedro Spinola (BSV, links) läuft auf.
Pius Amrein (LZ)

Vor der Pause schaffte es der BSV Bern Muri in der Playoff-Auswärtspartie bei Kriens-Luzern, während 13 Minuten ohne einen Gegentreffer zu bleiben. Im Normalfall kann ein Team so den Grundstein zum Sieg legen. Der Gegner verzweifelt, das eigene Selbstvertrauen wächst, das Spiel kann unter Kontrolle gebracht werden.

Gestern war dies nicht der Fall. Die Berner verloren das zweite Viertelfinalspiel in der ­Innerschweiz 18:21. In der Best-of-5-Serie steht es 1:1, nach der Nationalmannschaftspause sind noch mindestens zwei Partien am 11. April in Gümligen und am 13. April in Kriens nötig dafür, den Sieger zu ermitteln.

Spielmacher ohne Tor

Die erwähnte gegentorlose Phase reichte also nicht zum Sieg. Das Problem des BSV Bern Muri in den bisherigen zwei Playoff-Spielen liegt eindeutig im Angriff. Es begann gestern mit mehreren Pfostentreffern und darauf folgenden Gegenstössen der Krienser. Diese erarbeiteten sich früh einen Viertorevorsprung und legten so die Grundlage zum Sieg.

Die Gäste spielten zu ideenlos, zu fehlerhaft, Leistungsträger blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten. Die beiden Spielmacher Jakub Szymanski und Tobias Baumgartner etwa konnten keine Akzente setzen und blieben, was für Spieler ihres Renommees sehr enttäuschend ist, ohne jeglichen Torerfolg. Nur während weniger Minuten brachten die Berner ihr Angriffsspiel zum Laufen. So etwa kurz nach der Pause, als sie auf 10:11 verkürzten, oder zwischen der 53. und der 55. Minute.

Die Partie schien eigentlich schon verloren, als der BSV nochmals auf 17:19 herankam. Aber auch da handelte es sich um ein Strohfeuer. Im nächsten Angriff erzielte Claudio Vögtli das 20:17 für Kriens, es folgte ein Ballverlust von Pedro Spinola, die Entscheidung war gefallen.

Breiter spielen

«Kriens hat verdient gewonnen», musste auch der BSV-Captain Thomas Heer konstatieren. «Gedeckt haben wir gut», meinte er. «Im Angriff haben wir noch Steigerungspotenzial.» Es sei zu viel durch die Mitte gespielt worden, wo wenig Platz vorhanden ge­wesen sei. Zudem habe man zu viele gute Torgelegenheiten ausgelassen. «Wir müssen die Breite des Spielfeldes besser ausnutzen», forderte Heer. «Dann ergeben sich mehr Räume, und wir kommen öfter in bessere Abschlusspositionen.»

Luft nach oben besteht auch in den individuellen Leistungen; gestern lieferte kein Berner Rückraum­spieler eine überzeugende Darbietung ab. Der beste BSV-Akteur war Kreisläufer Luca Mühlemann, der nach einer Verletzungspause früh den fehlerhaften Kaspar Arn ersetzte und immerhin fünf Feldtore erzielte. Eine Steigerung in der Offensive ist vonnöten, denn auch Kriens kann sich im Angriff noch verbessern. «Ich bin immer noch zuversichtlich», sagte Captain Heer.

Arbeit steht den Bernern in der nun folgenden Pause noch einige bevor. Und vieles in den Trainingsin­halten dürfte dem Ziel dienen, torgefährlicher zu werden. Eine Leistung wie gestern wird nicht reichen dazu, in den Halbfinal einzuziehen.

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