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Steve Guerdat mit sehr guter Ausgangslage

Steve Guerdat schafft sich mit einem Nullfehlerritt im ersten Umgang des Einzel-Finals der Springreiter eine sehr gute Ausgangslage.

Guerdat zeigte mit Franzosen-Wallach Nino des Buissonnets einen souveränen Ritt ohne jegliche Probleme. Ohne Abwurf blieb auch Pius Schwizer mit der Holsteiner-Stute Carlina. Der Luzerner handelte sich aber einen Strafpunkt wegen Zeitüberschreitung ein, darf aber gleichwohl Richtung Medaille schielen. Fünf Punkte totalisiert Paul Estermann. Der Aufsteiger des Jahres versah sich auf der Irländer-Stute Castlefield Eclipse am Wassergraben und lag am Ende wie Schwizer geringfügig ausserhalb der (etwas knapp bemessenen) erlaubten Zeit. Gleichwohl schaffte auch Estermann die Qualifikation für den finalen Durchgang, zu dem die besten 20 Reiter respektive alle punktgleichen Teilnehmer auf dem letzten Qualifikations-Rang zugelassen sind.

Neben Guerdat blieben fünf weitere Reiter ohne Makel. Zu den fehlerfrei gebliebenen Reitern gehören auch der Deutsche Marcus Ehning, die Briten Nick Skelton und Scott Brash, vor zwei Tagen mit der Equipe von Grossbritannien Team-Olympiasieger geworden, und Cian O'Connor. Der Ire hatte vor acht Jahren in Athen die Einzel-Konkurrenz gewonnen, konnte sich aber nur knapp drei Monate als Olympiasieger fühlen. Wegen eines positiven Doping-Befundes bei seinem damaligen Pferd Waterford Crystal wurde O'Connor nachträglich disqualifiziert.

Auf der Strecke blieben mehrere Mitfavoriten mit grossen Namen. Nur noch Zuschauer in der Entscheidung sind unter anderen der Belgier Jos Lansink, 2006 Weltmeister und 1992 Team-Olympiasieger, oder der Kanadier Eric Lamaze, der Olympiasieger von 2008, und die Deutsche Meredith Michaels-Beerbaum, die mehrfache Weltcupsiegerin und Olympia-Vierte 2008.

Die Schweizer Springreiter sammelten an Olympischen Spielen bislang erstaunlich wenig Edelmetall. 1924 in Paris holte der Kavallerie-Offizier Alphonse Gemuseus das bis heute einzige Gold. 1996 in Atlanta liess sich Willi Melliger auf dem legendären Calvaro die silberne Plakette umhängen. Bronze gabs für Charles Kuhn 1928 in Amsterdam und für Heidi Robbiani-Hauri 1984 in Los Angeles. Im Nationenpreis sicherten sich Schweizer Equipen bisher zweimal Silber (1924 und 2000 in Sydney) und 2008, nach der Disqualifikation der Norweger, Bronze.

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