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Stotterstart für den BSV

Beim BSV Bern Muri hat bei der 24:30-Niederlage gegen Pfadi Winterthur wenig funktioniert. Im Angriff begingen die Berner einige Fehler, in der Abwehr machte sich die Absenz von Samuel Röthlisberger bemerkbar.

Neunfacher Torschütze: Auch Tobias Baumgartner (BSV, Mitte) konnte sich nicht immer gegen die Pfadi-Abwehr durchsetzen.
Neunfacher Torschütze: Auch Tobias Baumgartner (BSV, Mitte) konnte sich nicht immer gegen die Pfadi-Abwehr durchsetzen.
Andreas Blatter

Irgendwie war es nicht überraschend, dass die Partie zwischen dem BSV Bern Muri und Pfadi Winterthur keine von besonders hoher Qualität war. Zum einen war es für beide Mannschaften das erste Wettbewerbsspiel nach acht Wochen.

Die WM-Pause war in diesem Jahr noch länger als ­üblich ausgefallen, weil am letzten Wochenende das Final-Four-Turnier im Cup angesetzt worden war. Zum anderen traten die Equipen bei weitem nicht in Bestbesetzung an. Bei Pfadi fehlten mit Roman Sidorowicz, Pascal Vernier, Marcel Hess und Cédrie Tynowski vier aktuelle oder ehemalige Schweizer Nationalspieler verletzungsbedingt.

Bei den Bernern fiel neben Uros Mitrovic (erneute Schulteroperation) und Thomas Heer (verpasst nach Kreuzbandriss wohl die ganze Saison) auch ­Samuel Röthlisberger aus. Der 20-Jährige, mittlerweile fester Bestandteil der Landesauswahl, nimmt beim BSV Bern Muri eine zentrale Position im Deckungsverbund ein, wenn er fit ist.

Die Gäste kamen besser mit der neuen Situation zurecht und zeigten auch, warum sie im Gegensatz zu den Bernern unter den ersten vier der NLA klassiert sind. Pfadi gewann in Gümligen ohne Probleme 30:24.

Nur fünf Torschützen

Der BSV Bern Muri kann gegen die Schweizer Topteams nur gewinnen, wenn in seinem Spiel das meiste zusammenpasst. Das war am Samstag nicht der Fall. Als sich die Winterthurer kurz vor der Pause von 12:11 auf 16:11 absetzten, war die Partie im Prinzip bereits entschieden. Nur fünf Spieler der Gastgeber trugen sich in die Torschützenliste ein, von einzelnen Positionen (Kreis, Linksaussen) waren überhaupt keine Treffer zu verzeichnen.

In der Abwehr führten mehr Pfadi-Durchbrüche durch die Mitte zum Erfolg als gewohnt. Weil neben Heer nun auch ­Röthlisberger nicht zur Verfügung steht, muss der BSV auf zwei überdurchschnittliche Abwehrspieler verzichten. Im Zentrum müssen nun neben Jakub Szymanski die Kreisläufer Luca Mühlemann und Kaspar Arn verteidigen. Beide haben ihre Stärken eher im Angriff.

«Sie haben ihre Sache nicht schlecht gemacht», meinte Tobias Baumgartner, mit neun Treffern der beste Berner Skorer. «Sie müssen so jedoch Kraft verpuffen, die ihnen im Angriff fehlt», merkte er an. Röthlisberger wird wohl im März wieder mittun können.

Zu ungeduldig

«Wir haben zu viele Fehler begangen und zu ungeduldig gespielt», monierte Trainer David Staudenmann. «Pfadi hingegen hat sehr diszipliniert agiert.» Weil Wacker Thun gewann, ist der Abstand auf den vierten Platz auf acht Punkte angewachsen; die Playoffs sind für den BSV Bern Muri in noch weitere Ferne geraten als zuvor. Es gab aber auch Lichtblicke am Samstag.

So machte der 18-jährige Michael Kusio im rechten Rückraum mit fünf Treffern auf sich aufmerksam. In der Angriffsmitte erzielte der 21-jährige Sven Schafroth sein erstes Tor in der NLA. Er spielte zuvor beim Partnerteam Solothurn in der NLB und wird nach dem Ausfall Mitrovics in der Finalrunde für den BSV spielen. An Nachwuchs mangelt es bei den Bernern definitiv nicht.

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