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Als bei Federer die Dämme brachen

Redaktion Tamedia lässt während des French Open jeden Tag eine legendäre Partie des Sandplatz-Grand-Slams Revue passieren. Heute: Die Krönung des Schweizer Tenniskönigs.

Roger Federer und das French Open – das kommt bis zum Endspiel von 2009 einer schmerzvollen Liebesgeschichte gleich. Roland Garros ist zu diesem Zeitpunkt das einzige Major-Turnier, das Federer noch nie gewonnen hat. Nun stehen die Sterne aber günstig für den Baselbieter, der in Paris zuvor dreimal in Folge den Final gegen Rafael Nadal verloren hat. Sein Endspielgegner ist nämlich nicht der gefürchtete Spanier, sondern dessen Achtelfinal-Bezwinger Robin Söderling. Der Schwede hat sich mit mit Hilfe seines gewaltigen Aufschlags und seiner Nervenstärke nahe an die Coupe des Mousquetaires herangespielt, gegen Federer steht er jedoch auf verlorenem Posten.

Der Schweizer, der als sechster Spieler in der Geschichte alle vier Majors für sich entscheiden kann, nimmt Söderling gleich den ersten Service ab. Zwei weitere Breaks bringen ihm mit 6:1 den Eröffnungssatz. Den zweiten Durchgang kann Söderling offener gestalten, sein Aufschlag kommt wieder zuverlässig – allerdings nur bis zum Tiebreak, das Federer mit 7:1 für sich entscheidet. Der dritte Satz beginnt wie der erste, mit einem schnellen Break für Federer. Im anschliessenden Game muss der Favorit zum einzigen Mal bei eigenem Aufschlag kämpfen, doch er besteht den Elchtest und macht wenig später seinen 6:1, 7:6, 6:4-Triumph perfekt.

«Roger hat mir eine Lektion erteilt, wie man Tennis spielt», sagt Söderling bei der Siegerehrung. Federer, der sich ein Jahr zuvor gegen Nadal noch mit kümmerlichen vier Games zufrieden geben musste, vergiesst Freudentränen. Endlich hält er den ersehnten Pokal in den Händen. «Ich war im dritten Satzes sehr nervös», gibt er zu. «Weil ich realisierte, wie nah ich dem Sieg war. Das allerletzte Game war für mich dann nahezu unspielbar. Ich habe gehofft, dass ich gut aufschlagen und Robin vier Fehler machen würde. So schlimm war es.»

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