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Andy Roddick: «Roger wird sein bestes Tennis spielen»

Heute Mittag bietet sich dem Amerikaner am Masters in Shanghai die Chance, seine Bilanz von 2:15 Siegen gegen Roger Federer aufzupolieren. Wir berichten live ab 13 Uhr.

Bilanz verbessern: Roddick liegt im Head to Head gegen Federer bös in Rücklage.
Bilanz verbessern: Roddick liegt im Head to Head gegen Federer bös in Rücklage.
Keystone

Andy Roddick hat bisher eine mehr als nur respektable Karriere gemacht. Der 26-Jährige aus Nebraska war die Nummer 1, hat 26 Titel gewonnen - darunter ein Major-Turnier (US Open 2003) und zusätzlich den Davis Cup -, sowie insgesamt ein Preisgeld von fast 15 Millionen Dollar eingespielt. Als er vor fünf Jahren aber auf US-Hartplätzen eine Traumserie von 27:1 Siegen mit dem Titel in Flushing Meadows krönte, hätte kaum ein Experte angenommen, dass dies sein bisher einziger Major-Titel bleiben würde.

Federer stand ihm vor der Nase

Roddicks relativ bescheidene Bilanz auf höchster Stufe hängt eng mit einem Namen zusammen: Roger Federer. Der Amerikaner spielte just in der Zeit am besten, als der Baselbieter begann, sein volles Potenzial auszuschöpfen. Bei den fünf grössten Turnieren (inklusive des Masters) lautet die Bilanz zwischen Federer und Roddick 9:0, der auch seine drei weiteren Major-Endspiele allesamt gegen den Schweizer verlor. Zudem löste Federer seinen um zwölf Monate jüngeren Widersacher am 2. Februar 2004 an der Rankingspitze ab.

Gegenseitiger Respekt

Roddick gewann zwar heuer in Miami nach vorher elf Niederlagen den letzten Vergleich, kassierte aber auch einige schallende Ohrfeigen von Federer, speziell das 4:6, 0:6, 2:6 im Australian-Open-Halbfinal 2007. Der gegenseitige Respekt ging aber nie verloren, Federer erwähnt ihn praktisch immer, wenn es um mögliche Rivalen geht. Umgekehrt kann es der Amerikaner überhaupt nicht nachvollziehen, wenn an der Qualität von Federers Jahr herumgemäkelt wird: «Wenn irgendjemand irgendetwas von Roger als durchschnittlich bezeichnet, dann muss er in seinem Job schon sehr gut sein. Es regt mich auf, wenn Leute so etwas sagen. Was muss er denn noch machen, dass er den Respekt bekommt, den er verdient?»

Auch die Tatsache, dass Federer am Montag überraschend gegen Gilles Simon verlor, will der mit einem Model verlobte Wahl-Texaner nicht überbewerten. Er glaubt nicht, dass seine Aufgabe deswegen in einer Partie, die beide unbedingt gewinnen müssen, leichter wird: «Ich bitte euch, ans letzte Jahr zurückzudenken. Ich frage euch, wer das Turnier gewonnen hat und wie dieser Spieler in seinem ersten Match abgeschnitten hatte. Er wird bereit sein, ich erwarte, dass er sein bestes Tennis spielen wird. Und ich muss gut spielen, wenn ich gewinnen will.»

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