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«Bekannte Gesichter kreieren mehr Druck»

Roger Federer steht bei seinem Heimturnier in der 2. Runde. Der Lokalheld setzte sich gegen den Italiener Potito Starace 7:6, 6:4 durch – die Medienkonferenz im Video.

«Zehn Minuten gutes Tennis haben heute gereicht», so Roger Federer nach seinem Startsieg gegen Potito Starace. (Video: Sebastian Rieder)

Federer hatte vorgewarnt: Er müsse nach der langen Pause zunächst ins Turnier finden. Sein letzter Auftritt bis gestern, im Davis Cup in Australien gegen Bernard Tomic, lag 43 Tage zurück, sein letzter Turniereinsatz war im Halbfinal des US Open Mitte September. Dies war dem Schweizer anzumerken.

Weil aber Starace nicht über sich hinauswuchs und einen eher passiven Widerstand lieferte, blieb die Spannung auch für eingefleischte Fans von Federer in der St. Jakobshalle erträglich. Nur einmal im umkämpften, aber unspektakulären ersten Satz beim Stand von 5:5 lief der Einheimische Gefahr, seinen Service abzugeben. Den einzigen Breakball wehrte er aber dann so souverän ab wie er etwas später auch das Tiebreak gewann.

Im zweiten Satz ging Federer rasch 2:0 in Führung und erspielte sich den Pflichtsieg letztlich ohne Mühe. «Mit der Zeit wurde ich ruhiger und bekam das Gefühl für die Bälle und das Publikum. Es lief mit dann ab dem zweiten Satz besser», analysierte Federer. Nach 78 Minuten beendete er das Match mit einem Servicewinner und konnte zufrieden sein, dass ihm die Rückkehr auf die Tour mit dem 50. Saisonsieg gelungen war.

Federer am Mittwoch wieder im Einsatz

Der erste Abend verlief damit für die Organisatoren nach Plan. Kurz vor Federers Pflichtsieg hatten der Opernchor des Theater Basel und das Basler Festival Orchester zusammen mit dem deutschen Gesangsartisten Freddy Sahin-Scholl das Turnier mit ihrer Darbietung eröffnet. Nun geht es dank der hochklassigen Besetzung Schlag auf Schlag. Heute stehen etwa Novak Djokovic, Stanislas Wawrinka und Tomas Berdych im Einsatz.

Federer wird derweil am Mittwoch wieder zu sehen sein. Dann trifft er auf einen Linkshänder, nämlich auf den Sieger der Partie zwischen dem Finnen Jarkko Nieminen (ATP 66) und dem Brasilianer Thomaz Bellucci (ATP 38). Während er gegen Bellucci noch nie gespielt hat, ist Nieminen ein alter Bekannter. In elf Begegnungen schlug der Baselbieter ihn elfmal ohne Satzverlust. «Wenn es gegen Nieminen geht, habe ich sicher Selbstvertrauen. Ich muss mich aber vorsehen, denn er spielt auf diesem Belag stark», so Federer, der in Basel schon zweimal gegen den Finnen gespielt hat, darunter 2007 im Final.

Chiudinelli nach Kukuschkin?

Als erster gesetzter Spieler verabschiedete sich Viktor Troicki aus Basel. Die Nummer 17 der Weltrangliste verlor gegen den Zyprioten Marcos Baghdatis (ATP 59) 4:6, 7:6 (10:8), 6:2. Baghdatis, der 2005 in der St. Jakobshalle den Final erreicht hatte, wehrte einen Matchball ab. Noch vor seinem ersten Auftritt musste Jürgen Melzer die Segel streichen. Der Österreicher beendete die Saison wegen Rückenbeschwerden vorzeitig. Für ihn kam der Kasache Michail Kukuschkin ins Haupttableau. Sollte bis am Mittwochmorgen ein weiterer Spieler vor seinem ersten Einsatz absagen, würde Marco Chiudinelli nachrücken.

Fast ein zweiter Exploit von Lammer

Im Doppel forderte das Schweizer Duo Michael Lammer/Alexander Sadecky die topgesetzten Michael Llodra/Nenad Zimonjic 83 Minuten lang, ehe es sich mit 3:6, 6:7 (10:12) geschlagen geben mussten. Llodra und der 35-jährige Zimonjic, die die Nummer 2 der Doppel-Weltrangliste sind, treffen im Viertelfinal nun auf das amerikanische Duo Andy Roddick und Mardy Fish. Lammer, der am Wochenende überraschend die Qualifikation überstanden hatte, wird derweil heute seinen grossen Auftritt haben, wenn er in der 1. Runde auf den Russen Michail Juschni (ATP 37) trifft.

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